ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND

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Ob über die hautengen Paillettenkleider der Moderatorin, die eigene Größe oder das Fehlen Bernd Eichingers – es wurde wieder viel geweint beim Deutschen Filmpreis in Berlin…

ALMANYA, wieder mal viel Rummel um Nichts ?

Indes ausgezeichnet wurden, hauptsächlich Filme mit den Brennpunkten Familie und Integration.

Der große Gewinner bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Filmpreises ist ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND. Die Deutsche Filmakademie e.V. hat die charmante Komödie, die in den wichtigsten Kategorien „BESTER SPIELFILM“ und „BESTES DREHBUCH“ nominiert war, mit beiden Preisen bedacht.

ALMANYA erhielt die LOLA in Silber für den BESTEN SPIELFILM sowie den Preis für das BESTE DREHBUCH.

ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND

Konkret gingen die Auszeichnungen an das Produzententeam Annie Brunner, Ursula Woerner und Andreas Richter (BESTER SPIELFILM) sowie an Yasemin Samdereli und Nesrin Samdereli (BESTES DREHBUCH) – die überglücklich die begehrte LOLA entgegen nahmen.

Weitere Preisträger in der Kategorie BESTER SPIELFILM sind: Andres Veiels RAF-Drama WER WENN NICHT WIR (Bronze) und Gold bekam die Tragikomödie VINCENT WILL MEER. Tom Tykwers Liebesdrama DREI erhielt eine LOLA für die „BESTE REGIE“. Richy Müller wurde für seine Rolle in POLL als BESTER MÄNNLICHER NEBENDARSTELLER ausgezeichnet und Beatriz Spelzini erhielt das weibliche Pendant für ihre Leistung in dem Drama DAS LIED IN MIR.

ALMANYA, Filmkritik

Und meine Meinung: Eine recht hübsche Komödie mit nett agierender Darsteller und mit einer Generationengeschichte ausgestattet, die zwar oft zum Schmunzeln einlädt, deren Kommerz-Ansinnen jedoch -für mein Empfinden- zu vordergründig wirkt.

Die Entscheidung  ALMANYA mit dem Preis für den BESTEN SPIELFILM und gar BESTES DREHBUCH auszuzeichnen, ist auf Grund der offensichtlichen Oberflächlichkeit A: Keine „ernsthafte“ Auseinandersetzung mit der Thematik und B: Deshalb sehr deutsch-türkisch-populistisch angehaucht oder anders ausgedrückt: Zu viel Ehre, für einen ansehenswerten „Integration“-Film!

ALMANYA, Filminhalt

Am Anfang der Geschichte von Hüseyin Yilmaz, der Ende der 1960er Jahre als 1.000.001 Gastarbeiter nach Deutschland kam, steht die Frage des sechsjährigen Enkels: „Wer oder was bin ich eigentlich – Deutscher oder Türke?“.

Eine Identitätsfrage, um die sich die Kinder des Patriarchen aufgrund ihrer gelungenen Integration -eigentlich- keine großen Gedanken machen brauchen…

Als Hüseyin aber bei einem üppigen Mahl den Seinen eröffnet, dass er in Anatolien ein Haus gekauft und die widerstrebende Sippe dazu auffordert, gemeinsam dorthin zu fahren, beginnt eine Reise voller Streitereien und Versöhnung, die mit einer tragischen Wendung endet…


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Concorde, kino.de

ALMANYA - WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND, 7.6 out of 10 based on 9 ratings

1 Kommentar zu ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND

  1. Ganz netter Film. Wir haben ihn uns mit der Schule angesehen und dafür, dass ich erst gar nicht daran interessiert war, fand ich ihn doch ganz witzig. Kann man sehen, muss man aber nicht, er ist auf keinen Fall langweilig.

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