DSCHUNGELKIND

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Heimweh nach dem Urwald ? Oder der Traum von der schönen Steinzeit!

Inhalt

DSCHUNGELKIND – das Buch

Die cineastische Mischung aus Drama und Abenteuer, der Film DSCHUNGELKIND basiert auf dem Buch „Das Dschungelkind“ der Autorin Sabine Kuegler. Gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin Britta Marks schaffte sie es damit 2005 auf einen Platz der „Spiegel“-Bestseller-Liste.

Im Buch wie im Kinostreifen wird die außergewöhnliche Kindheit eines Mädchens im Dschungel von West-Papua geschildert.

In der Zwischenzeit erschien bereits ihr zweiter Roman „Ruf des Dschungels“, der insbesondere durch begleitende, diverse TV-Auftritte, gepaart mit geschickter Vermarktung, einen ähnlichen Erfolg verbuchen konnte.

Allerdings und im Unterschied zum ersten Band geht Sabine Kuegler darin ausführlich auch auf die geschichtliche und politische Situation in ihrem Aussteigerland ein und riskiert damit nach eigenen Angaben ein zukünftiges Einreiseverbot durch die indonesische Regierung.

Im Oktober 2007 veröffentlichte sie mit dem Buch „Gebt den Frauen das Geld!“ ein Dossier über die Wirtschaftskreisläufe und die Rolle von Frauen und Männern in den Entwicklungsländern.

DSCHUNGELKIND, Besetzung

Sina Tkotsch, u.a. in dem Kinofilm DRAUSSEN AM SEE  bzw. als Darstellerin in der TV-Serie IN ALLER FREUNDSCHAFT, ist in der Rolle der jugendlichen Protagonistin zu sehen. Ihre Eltern werden von Nadja Uhl und Thomas Kretschmann gespielt.

Sabine Kuegler = DSCHUNGELKIND

Sabine Kuegler wurde 1972 in Nepal geboren, wo sie die ersten Jahre ihrer Kindheit gemeinsam mit ihren deutschstämmigen Eltern verbrachte. Während der Tätigkeit als Entwicklungshelfer studierte ihr Vater die Sprache der Danuwar Rai, ein nepalesischer Stamm, der dort ansässig ist.

Auf Grund der angespannten, politischen Situation musste Familie Kuegler jedoch 1976 das Land verlassen und kehrten nach Deutschland zurück. Wenig später ging die Familie nach West-Papua (Indonesien) zum Volk der Fayu. Diese leben tief im Dschungel, ohne jeglichen Kontakt mit der Außenwelt.

DAS DSCHUNGELKIND

Im Urwald West-Papuas war die Freiheit für Sabine Kuegler grenzenlos…

Gemeinsam mit den Kindern des Fayu-Stammes durchstreifte sie den Regenwald, beherrschte spielend Pfeil und Bogen, pirschte auf den Pfaden exotischer Geschöpfe, aß Schlangenfleisch und wusste beim Wasserspaß im See, dass Krokodile unter Wasser nicht beißen können.

Obwohl sie sich nicht wie die anderen Straußenknochen durch die Nasenflügel bohren lies und ebenfalls auf tierische Schrumpfköpfe am Lendenschurz verzichtete, stand Sabine dennoch mit den Eingeborenen auf freundschaftlichem Barfuß – dank auch der kindlichen Gabe, die Singsang-Sprache der Fayu schnell zu erlernen.

Dass die westliche Zivilisation während einer längeren Zwischenstation in Deutschland hingegen ganz andere und bisweilen schwer verständliche Unwegsamkeiten bereithielt als jene, die im Reich der Kannibalen auf der Tagesordnung standen, spürte Sabine schon als Kind. So wurde sie auf der Suche nach der Großzügigkeit des Dschungels mit dem Fahrrad von der Polizei auf der Autobahn erwischt.

Und auch der Drang der kleinen Sabine, sich selbst im Winter der Kleidung zu entledigen und nackt in Pfützen planschen zu wollen, endete, na klar, mit einer schlimmen Erkältung und dem anschließenden Verbot, es noch einmal zu versuchen…

Back To The Dschungelcamp

1989 und mit 17 Jahren kehrte Sabine Kuegler endgültig nach Deutschland zurück.

Sie besuchte im Anschluss ein Internat in der Schweiz und studierte Wirtschaftswissenschaften. Heute lebt sie in Buxtehude, im Bundesland Niedersachsen, hat natürlich weiter dazugelernt und dachte sich wohl irgendwann, dass Frau aus ihrem frühen Dschungeljahren eigentlich eine Menge Kohle machen könnte.

Zu diesem Zweck gründete sie die Film- und Verlagsgesellschaft „Earth of Dreams“, die sich auf die vollständige Vermarktung von Lebensgeschichten spezialisiert hat.

In dem ZDF-Film IM HIMMEL SCHREIBT MAN LIEBE ANDERS erhielt Sabine Kuegler 2006 eine kurze Rolle als Krankenschwester und machte so erste Erfahrungen mit der Schauspielkunst. Mit dem Film DAS DSCHUNGELKIND bringt sie unter dem Credo: „Emotionale Erlebnisunterhaltung – vom deutschen Kind im Urland “ ihre eigene Geschichte in Form einer Lebensbeichte (Regie Roland Suso Richter, u.a. DRESDEN, DAS WUNDER VON BERLIN) als abendfüllender Kinderfilm-Schmachtstreifen ins Kino.

DSCHUNGELKIND, Filminhalt

Sabine ist acht Jahre alt, als sie mit ihrer Familie nach West-Papua auswandert. Ihr Vater ist Sprachwissenschaftler und hat es geschafft, den begehrtesten Auftrag seines Fachgebiets, die Erforschung der Sprache eines Eingeborenenstammes, zu erhalten. Dafür wird die ganze Familie mehrere Jahre im Urwald fernab jeglicher Zivilisation leben müssen – Sabine freut sich am meisten darüber.

Sie scheint wie gemacht für ihre neue Umgebung voller Abenteuer und fühlt sich schnell zu Hause.

Was die Familie nicht weiß: Sie sind mitten in einen Stammeskrieg geraten, dessen Auseinandersetzungen sie zwar nicht direkt betreffen, in die sie aber unfreiwillig immer weiter mit einbezogen werden. Der Familie fällt es anfangs nicht leicht, den Grund für die Kämpfe zu verstehen: Warum Liebe und Hass, Leben und Tod in dieser fremden Kultur andere Werte darstellen, als in ihrer eigenen. So beginnt ein Prozess der Annäherung, in dem beide Seiten lernen sich zu respektieren.

Als Sabine und ihr Bruder den kleinen einheimischen Jungen Auri, der dem feindlichen Stamm angehört, schwer verletzt im Dschungel finden und die deutsche Familie ihn bei sich aufnimmt, bringen sie alle damit in ernsthafte Gefahr, da diese Handlung über Krieg und Frieden zwischen den beiden Völkern entscheiden kann…


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Universal Pictures

DSCHUNGELKIND, 7.8 out of 10 based on 25 ratings

14 Kommentare zu DSCHUNGELKIND

  1. Vor einiger Zeit habe ich das Buch gelesen und fand es ganz toll. Man erfährt viel über das Land, die Menschen, deren Sitten und Gebräuche und vorallem wie sich die Autorin durch diese Erlebnisse verändert und sich nach der Rückkehr in die Zivilisation auf die Suche nach Ihrem eigenen Ich macht…
    Ich bin gespannt ob der Film das reflektieren kann!

  2. Ich fand das Buch nicht so prikelnd. Zumal am Ende nicht so richtig rauskam, was ihre Eltern sowohl in Nepal als auch auf West Papua eigentlich gemacht haben?? Es ist in einfacher Sprache geschrieben, erinnert an ein episodenhaftes Tagebuch, nicht politisch, nicht wissenschaftlich – halt so la la!

  3. Super empfehlenswerter Blogpost hier – danke :)! Ich habe die Seite in meinen Lesezeichen gespeichert! Gruß

  4. super,ich habe alle beide Bücher gelesen die so spannend waren und freue mich jetzt wahnsinnig auf die Verfilmung.

  5. Ich fand das erst Buch gut, das zweite auch.
    Die Schauspielerin von Sabine Kuegler (oben Sella Kunkat)
    heißt aber eigentlich Stella Kunkat.

  6. guten abend ihr lieben !!! ich wahr einer der komparsen in dem film dschungelkind. gibt es eine vorpremiere für die komparsen ?? wenn ja ! wann und wo ? es grüsst euch alle Thomas….

  7. Ich war heute im Kinofilm und war fasziniert von der Geschichte um Sabine Kuegler. Tolle Naturaufnahmen, interessante Einblicke in eine uns fremde Kultur der Papua-Bewohner.
    Und ein passender Soundtrack, der das ganze abrundet.
    Dass die Natur von unbegreiflicher Schönheit und erhaltenswert ist, vergessen leider viel zu viele Bewohner und Politiker unseres Planeten Erde.

  8. Ich fand das erste Buch auch super, das zweite habe ich noch nicht gelesen, das werde ich aber so bald wie möglich nachholen.

    Ich möchte den Film auch unbedingt sehen aber weis jemand ob der auch jetzt noch im Kino läuft?

  9. ich möchte den film auch gerne sehen, aber leider kommt der nur in ganz wenigen kinos raus. wo kann ich den sonst noch gucken? wann ist er als dvd erhältlich?

  10. Der Film ist sehr interessant! Manchmal zieht sich das Ganze in die Länge und kommt einem vielleicht langweilig vor, aber die Geschichte ist wirklich gut verfilmt!

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