HOTEL DESIRE

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Ein Nicht-Porno oder neudeutsch: Ein porNEOgrafisches Werk.

HOTEL DESIRE

Das Drama HOTEL DESIRE zeigt das erregende Zusammenspiel von Sehnsucht, Lust, Sexualität, Sinnlichkeit sowie Spontanität und schafft damit, eine perfekte Brücke zwischen den Vorstellungen von Frauen und Männern über einen wunderbar-erotischen Film.

Produziert wurde das Kurzfilm-Liebesspiel von Julia Lischinski (HOLLYWOOD DRAMA), Christopher Zwickler (ROLLTREPPE ABWÄRTS) und Sascha Schwingel (DRESDEN). Bei der Finanzierung ging man den noch relativ neuen Weg des sogenannten „crowdfunding“.

Crowdfunding

Was ist crowdfunding genau: Jeder, der möchte, hat die Möglichkeit auf einer offiziellen Website zu spenden und sich damit direkt an einem Film-Projekt zu engagieren. Das Risiko, dass dabei zu wenige Gelder zusammenkommen, das Vorhaben womöglich scheitern könnte, wird durch bestimmte Anreize minimiert: So bekommen alle Interessenten die mindestens 5 Euro spenden, nach Fertigstellung des Films die Möglichkeit, diesen als Internet-Stream anzuschauen.

Wer zum Beispiel 50 Euro gespendet hat, erhielt zudem eine von der kompletten Besetzung signierte DVD.

Konkret kamen für das Projekt HOTEL DESIRE über 170.000 € zusammen. Und wer gern heiße Sex-Szenen ohne billigen oder gar pornographischen Hintergrund mag, sollte sich den Film nicht entgehen lassen.

HOTEL DESIRE bietet jedoch neben der außergewöhnlichen Finanzierungsgeschichte ein zusätzliches Novum im deutschen Kino: Der erst 23-jährige, in Berlin geborene Regisseur Sergej Moya, bekannt als Schauspieler aus diversen „Tatorten“ und dem Film GO WEST, legte Wert darauf, dass die Schauspieler tatsächlich Sex miteinander haben…

HOTEL DESIRE, Besetzung

Auch wenn die Geschichte recht simpel gestrickt ist, war es eine Herausforderung für das komplette Team, sich auf die sehr intime Zusammenarbeit einzulassen. Vor allem die Hauptdarsteller Clemens Schick und Saralisa Volm mussten in der Lage sein, die sie umgebenden Mitarbeiter auszublenden, um einander wirklich nahe zu kommen und eine natürliche Liebesszene darzustellen.

Die Besetzungsliste zusammen zu bekommen bereitete Sergej Moya, der neben der Regie auch das Drehbuch erarbeitete, indes keine Probleme. Stars wie Hans-Uwe Bauer (BOXHAGENER PLATZ), Frederick Lau (DIE WELLE, DIE GRÄFIN) und Herbert Knaup (IN DARKNESS) beteiligten sich sogar für lau an dem Film bzw. verzichteten auf ihre Gagen.

Die beiden Hauptcharaktere werden von Saralisa Volm und Clemens Schick gespielt. Während Volm erst in ein paar kleinen Filmen zu sehen war, ist Schick schon ein wenig erfahrener und spielte nicht nur in mehreren TV-Krimis, sondern auch in LARGO WICH II mit.

HOTEL DESIRE, Kino- Erotik oder doch harter Porno?

Explizit Sexualität zu zeigen, aber dabei genau eine Mischung zu erzeugen, die weder einen platten Porno noch ein kitschigen Liebesfilm nahekommt, ist kein leichtes Unterfangen.

Deshalb auch die bessere Umschreibung „PorNEOgrafie“ für diesen Film. Und dieses Schlagwort zieht immer – selbst wenn es den Produzenten von HOTEL DESIRE schon fast ein wenig peinlich war, mit dem Begriff „Porno“ die Werbetrommel zu rühren. Die Rechnung ging jedenfalls auf, denn das Publikum möchte in seinem Voyeurismus bedient werden. So war und ist die Nachfrage bzw. das Interesse an diesem Film in dirversen Onlineportalen enorm…

HOTEL DISERE, Filmkritik

Die Idee war gewagt: Sergej Moya hatte vor, einen Film zu drehen, „der es sich zur unbedingten Aufgabe macht, Sexualität in ihrer Totalität als Ausdruck menschlicher Lebensfreude zu ikonisieren“.

Moya wollte ganz bewusst dem Thema eine neue Wertigkeit und Selbstverständlichkeit geben und der Versuch ist absolut gelungen! [ ]

Und meine Meinung: Für das Kino eindeutig zu wenig. Für die Schmuddel-DVD viel zu schade. Weder ZDF-Erotik noch Dolly Buster-Porno, sondern sehr stilvolle, anmutige und perfekt mit der Kamera eingefangene erotische Bilder, die dem Hauch von der Sehnsucht nach etwas Explizitem durchaus gerecht werden…

HOTEL DESIRE, Bilder

HOTEL DESIRE, Filminhalt

Eine Frau steht unter der Dusche – das Wasser rauscht auf den Boden der Kabine.

Die Frau seift sich ein, die Kamera fährt langsam an ihrem Köper hinauf, fängt jedes Detail ein: Haut, Schaum, perlende Tropfen auf ihrer Scham. Eine sinnliche Aufnahme, begleitet von stimmungsvoller Musik. Ein harter Cut beendet die verführerische Atmosphäre.

Antonia (Saralisa Volm) ist alleinerziehende Mutter von einem achtjährigen Sohn. Seit dieser geboren, hörte sie auf ganz Frau zu sein – lebte sie fortan asexuell und wurde damit faktisch unsichtbar für die Männerwelt: Routiniert verrichtet sie ihren eintönigen und stressigen Job in einem Berliner Edelhotel bzw. widmet sich ausschließlich der Erziehung ihres Kindes.

Doch eines Tages kreuzt sich fast schicksalhaft ihr Weg mit dem des Gastes Julius Pass (Clemens Schick). Julius ist blind, „sieht“ die Welt mit anderen Augen als die Mehrheit der Menschen und beide „können“ buchstäblich aus dem Nichts eine leidenschaftliche Affäre beginnen…


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Fiessbach Film, Teamworx, [videoload]

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