
KING OF CALIFORNIA: Miranda tut alles, um ihren Vater zu vergessen. Dieser ist ebenso depressiv wie exzentrisch – und lebt in einer Irrenanstalt. Plötzlich steht er jedoch eines Tages vor ihrer Tür und der Ärger geht von vorne los.
Ich würde sagen: Schlichtweg ein Supermarkt der Superlative! Und es ist gleichzietig die waghalsige Geschichte eines liebenswerten Spinners namens Charlie, der durch Michael Douglas gespielt wird. Regisseur Mike Cahill gibt mit der Komödie KING OF CALIFORNIA sein Kinodebüt und Hollywoodmime Douglas, inzwischen über 60 Jahre alt, schlägt sich darin zwar tapfer, jedoch mehr schlecht als recht als zottliger Kauz bzw. manisch-depressiver Vater durchs Leben.
Charlie wurde gerade aus der Nervenheilanstalt entlassen und kehrt mit einem verrückt anmutenden Plan zu seiner erwachsenen Tochter Mirian (Evan Rachel Wood) nach hause zurück. Er behauptet in einem Supermarkt, unter einer meterhohen Betondecke, verbirgt sich ein Goldschatz aus dem 17. Jahrhundert. Zusammen mit ihr will er ihn ausgraben.
Es gibt nur ein Problem: Dies soll “stil” und heimlich” sowie während der Öffnungszeiten geschehen…
Das klingt nicht nur abgedreht und abenteuerlich, es ist es auch! Doch neben der eher oberflächlichen Situationskomik und dem stellenweise sogar amüsant anmutenden Slapstikpotenzials eines Michael Douglas (u.a. DER ROSENKRIEG, DER GEIST UND DIE DUNKELHEIT), wird noch ein tiefgründiger Vater-Tochter-Konflikt erzählt, bei dem Evan Rachel Wood allerdings stilistisch etwas blass daher kommt. Darüber muss sie sich aber nicht wirklich Gedanken machen. Selbst Hollywoodgröße Michael Douglas hat in dem Melodram KING OF CALIFORNIA außer wirren Haaren leider nicht viel beizusteuern. Das liebswert Chaotische mag man dem smarten Macho irgendwie nicht abnehmen.
Wenig königlich zeigt sich auch das Drehbuch des KING OF CALIFORNIA. Es möchte im Grunde von den beiden Darstellern provitieren, aber es funktioniert nicht und schon gar nicht, wenn deren Vater-Tochter-Verhältnis bzw. die Motivation der Charaktere so unglaubwürdig aufgesetzt wirken. Was am Ende bleibt ist dann nur die Erkenntnis, dass Träume über eine verblüffende Macht verfügen…und diese -zumindest im Film- öfter wahr werden können als im wirklichen Leben.
Die DVD zum Film KING OF CALIFORNIA : ab 04. Dezember 2009 im Handel.