
Entführungsfall NATASCHA KAMPUSCH, Peter Reichard erklärt: “Respekt, Einfühlsamkeit und absolute Seriosität sind, neben der künstlerischen Herausforderung, die unabdingbaren Voraussetzungen für ein solches Filmprojekt. Mir war schnell klar, dass dieser hohe Anspruch nur durch Bernd Eichinger und die Constantin Film erfüllt werden kann.
Constantin Film wird den Entführungsfall Natascha Kampusch 2012 verfilmen. Nachdem bereits 2010 das Filmunternehmen sich mit Natascha Kampusch (23) verständigte, die Geschichte der Entführung und ihrer Gefangenschaft für das Kino aufzubereiten, Produzent Bernd Eichinger (u.a. DER UNTERGANG, DAS PARFUM) das Drehbuch schon zu zwei Dritteln geschrieben hatte, gab Constantin Film nun bekannt, dass Regisseurin Sherry Hormann (u.a. MEINE TOCHTER IST KEINE MÖRDERIN, WÜSTENBLUME) den Film machen wird.
Erst der kontrovers diskutierte Film DER BAADER MEINHOF KOMPLEX, dann Bushido’s Lebensweisheiten ZEITEN ÄNDERN DICH, die nicht wirklich jemand hören geschweige denn sehen wollte und jetzt also: KAMPUSCH, die Chronologie einer Entführung.
Ich weiß nicht, ob man das Filmprojekt DER ENTFÜHRUNGSFALL NATASCHA KAMPUSCH mutig, innovativ oder einfach “nur” geschäftstüchtig bzw. gar mediengeil nennen sollte?? Ach richtig, das spielte in der Vergangenheit und im Filmgeschäft ja noch nie die entscheidende Rolle! Oder anders ausgedrückt: Abgerechnet wird nach wie vor erst an den Kinokassen!!
Also Aufbruch zu neuen Ufern – ohne Angst vor Verlusten (?!): Zumindest war das die erfolgreiche Marktstrategie eines Bernd Eichingers, denn fast alle angegangenen Filmprojekte schienen dem “Themen-Trüffelschwein” der Filmtwelt recht zu geben. Trotzdem: Solange Voyeurismus -im weitesten Sinne- beim Produzenten und dann auch beim Zuschauer mehr Daseinsberechtigung haben als beispielsweise eine anspruchsvolle Vorlagen-Literatur (siehe das Projekt Siegfried Lenz, SCHWEIGEMINUTE), solange braucht sich der Filmemacher der Neuzeit über Moral und Fingerspitzengefühl natürlich weiterhin keine allzu großen Gedanken machen…
Gibt es denn keine Schmerzgrenze oder nur zu wenige, gute Psychologen? Bei aller Seriosität und gewollter Objektivität, welche ich weder Constantin Film noch der in den USA geborenen Film- und Fernsehregisseurin und Drehbuchautorin Sherry Hormann für den Film KAMPUSCH absprechen möchte, halte ich es rein für die Person Natascha Kampusch’s mehr als bedenklich, dass anscheinend weniger über mögliche Spät-Folgen nachgedacht wird, dafür umsomehr, wie die Kino-Kasse klingeln könnte.
Na denn: Der Journalist und Dokumentarfilmemacher Peter Reichard, der Natascha Kampusch für die ARD Reportage “Natascha Kampusch – 3096 Tage Gefangenschaft” über mehrere Monate hinweg interviewte, wird das Projekt und das Drehbuch mit weiterentwickeln und Constantin Film hofft, den Film dann 2013 in die Kinos zu bringen.
“Ich weiß es sehr zu schätzen, dass Natascha Kampusch uns das Vertrauen entgegenbringt, ihre Geschichte zu verfilmen”, so Bernd Eichinger (+). “Peter Reichard und mir geht es darum, dass nach all den Medienspekulationen und Politskandalen, die der Entführungsfall Natascha Kampusch ausgelöst hat, erzählt wird, was wirklich geschehen ist.”
Peter Reichard erklärt: “Respekt, Einfühlsamkeit und absolute Seriosität sind, neben der künstlerischen Herausforderung, die unabdingbaren Voraussetzungen für ein solches Filmprojekt. Viele einfühlsame Zusendungen der letzten Jahre haben mich dazu bewegt, mein Schicksal verfilmen zu lassen”, erläutert Natascha Kampusch. “Ich bin froh, dass sich nun mit Constantin Film eine außergewöhnliche Gelegenheit bietet, meine Geschichte in behutsamer Weise auf die Leinwand zu bringen.”
Natascha Kampusch ist 10 Jahre alt, als sie 1998 auf dem Schulweg von dem Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil entführt wird. Sie wird von ihm achteinhalb Jahre lang in einem unterirdischen Verlies gefangen gehalten. 2006 gelingt ihr die Flucht und Wolfgang Priklopil nimmt sich das Leben. Nach Natascha Kampuschs Selbstbefreiung gerät ihre Entführung ins Zentrum politischer Machtspiele und sensationslüsterner Berichterstattung der Medien. Ihr Weg zur Freiheit ist noch lange nicht zu Ende.
Die deutsche “Bunte” berichtet in ihrer Online-Ausgabe, dass US-Schauspielerin Scarlett Johansson das Entführungsopfer spielen soll. “Match Point”-Star Johansson soll ganz oben auf der Kandidaten-Liste für die Entführungsgeschichte stehen! Und einen anderen, interessanten Artikel, dem ich mich im Meinungsbild nur anschließen kann, findet Ihr unter: Natascha Kampusch der Film – Verfilmung mit Scarlett Johansson als Natascha Kampusch
Der Erscheinungstermin für die DVD zum Film KAMPUSCH steht noch nicht fest.
NATASCHA KAMPUSCH – Kinostart 2012…
Sie wurde ihrer Kindheit, ihrer Freiheit, ihrer Würde beraubt. Wird im Kinojahr 2012 alles “besser”? Bernd Eichinger verfilmt den Entführungsfall NATASCHA KAMPUSCH. Im kommenden Jahr sollen die Dreharbeiten beginnen. Wer Regie führt und wer die Haupt…
ganz ehrlich. einfach nur noch makaber, dass leute über “leichen” gehen um irgendwie etwas im Leben zu erreichen … sehr schwach von eichinger so mediengeil zu sein !