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SCHWERKRAFT

 SCHWERKRAFT

Kinovorschau - Filmkritik für SCHWERKRAFT
Geschrieben von am 9.02.2010
Gelesen: 6259 · heute: 5 · zuletzt: 3. February 2012
Redaktionswertung: Post Rating 5 von 5 Sternen SCHWERKRAFT

SCHWERKRFT, ein Film von Maximilian Erlenwein. Das Leben des aufstrebender Bankangestellten Frederik Feinermann (Fabian Hinrichs) verlief bisher in wohlgeordneten Bahnen. Als sich jedoch ein Bankkunde, dem Frederik freundlich den Kredit kündigt, vor seinen Augen in den Kopf schießt, knallt auch bei Frederik eine Sicherung durch…

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Trailer: SCHWERKRAFT
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SCHWERKRAFT | DVD | Regie: Maximilian Erlenwein

Auf dem 31. Filmfestival Max Ophüls wurde der Hauptpreis an das Drama SCHWERKRAFT vergeben.

Die in Wien geborene Schauspielerin Nora von Waldstätten erhielt für ihre Rolle den Preis als “Beste Nachwuchsdarstellerin”.

Das in Saarbrücken mit insgesamt vier Auszeichnungen bedachte Spielfilmdebüt des 34-jährigen Regisseurs, Kameramanns und Produzenten Maximilian Erlenwein (u.a. BLACKOUT), der an der dffb in Berlin studierte, wird dem Publikum erstmals in einem größeren Rahmen auf der 60. Berlinale vorgestellt und kommt Ende März dann offiziell in die Kinos.

SCHWERKRAFT – der Film

Mit stilistisch sparsamsten Mitteln und einer relativ einfachen, dramaturgischen Idee hängt Erlenwein in seinem Film SCHWERKRAFT die Messlatte für kleinere Produktionen sehr hoch und ist damit sogar fast gleichauf mit der Qualität internationaler Filme dieses Genres.
Die beeindruckend in Szene gesetzte Sinnkrise eines jungen, karrieresüchtigen Bankers könnte zudem als Anschauungsunterricht für Bankangestellte gelten, denn es zeigt u.a., dass eine kontrollierte Haltung meist das Ergebnis rigoroser Selbstkonditionierung ist bzw. dass der Weg zwischen “beruflicher Pflichterfüllung” und gesundem Menschenverstand manchmal schmal und unberechenbar sein kann…

SCHWERKRAFT – im Kino

SCHWERKRAFT erzählt die Geschichte von Frederik (Fabian Hinrichs, SOPHIE SCHOLL-DIE LETZTEN TAGE), der einem in ruhigen und geordneten Bahnen verlaufendem Job nachgeht.

Eines Tages -mitten in der Finanzkrise- betritt ein Mann (Henning Peker) die Bankfiliale, welcher seinem Leben eine jähe Wendung beschert.
Frederik, vom desolaten Zustand der Finanzen des Kunden ungerührt, kündigt ihm den dringend benötigten Kredit. Daraufhin jagt sich der Mann vor seinen Augen eine  Kugel in den Kopf…
Von einer Sekunde auf die andere ist plötzlich nicht mehr so, wie es einmal war…

Nach der entsetzlichen Tat wandert Frederik ziellos durch die Stadt. In einem Supermarkt entdeckt er eine CD der Band, deren Name auf dem T-Shirt des toten Kunden zu lesen war. Kurzerhand steckt Frederik die CD ein, ohne sie zu bezahlen. Dies bemerkt ein Angestellter des Ladens. Es ist Vince Holland (Jürgen Vogel, THIS IS LOVE, BOXHAGENER PLATZ), der ihn zur Rede stellt und bald stellt sich heraus, dass sie sich aus der Schulzeit kennen.

Doch ihre Lebenswege sind total unterschiedlich verlaufen. Vince ist vorbestraft, hat im Gefängnis gesessen, während Frederik bisher auf der Winner-Seite lebte. Aber etwas haben sie doch gemeinsam, die Musik und den Traum einen Club mit Bühne aufzumachen. Es fehlt nur das nötige Kleingeld. Vom bürgerlichen Business geheilt beschließt Frederik fortan, mit seinem alten Kumpel und Ex-Knacki Vince eine Art Doppelleben als Einbrecher zu führen.

Er begibt sich zu Vince in die Ausbildung, die zwar nicht staatlich anerkannt wird, aber nebenher einem hohen Spaßfaktor bietet. Doch was als Spaß an der Grenzüberschreitung beginnt, entwickelt sich schnell zur Sucht und langsam zum bitteren Ernst. Die Zwei werden zum unschlagbaren Team, dessen Geldbeschaffungsmaßnahmen kreativ und gewalttätig sind. Und irgendwo, in Mitten der ausufernden, kriminellen Energie, scheint Frederik sich plötzlich wieder zu finden.
Gepuscht durch seine neue Karriere als Gangster, versucht er seine alte Jugendliebe Nadine (Nora von Waldstätten, DIE GRÄFIN, CARLOS-DER SCHAKAL) zurück zu erobern. Aber was sagt Nadine zu seiner neuen beruflichen Entwicklung?

SCHWERKRAFT – die Filmkritik

Der Regisseur Maximilian Erlenwein gründete 2005 die “Fat Lady Filmproduktion”, die sich auf Dokumentarfilme, Musikvideos und Konzertfilme spezialisiert hat. Für sein Langfilmdebüt SCHWERKRAFT, zu dem er auch das Drehbuch schrieben, wurde der aufstrebende Jungregisseur neben dem “Max Ophüls” gleichfalls auf dem diesjährigen “First Steps Award” mit Preis für den besten “Abendfüllenden Spielfilm” ausgezeichnet.
Und diese Anerkennungen hat das Drama SCHWERKRAFT vollkommen zu recht erhalten. Denn der Film beinhaltet stilvolle, großartig  Schauspielkunst, mit einem Fabian Hinrichs in der Hauptrolle – die diesem wie auf den Leib geschneidert wirkt.
Fazit: Ein beeindruckend inszenierter Film, mit nur kleinen Ungereimtheiten aber mit perfekt harmonierenden Bildern, welche der Zuschauer in dieser Form eher selten im deutschen Kino zu Gesicht bekommt.
Meine Empfehlung!

DVD & BLU-RAY Disc zum Film

Die DVD zum Film SCHWERKRAFT: ab 1. Oktober 2010 im Handel.

Deutschland 2009
Kinostart: 25.3.2010
Regie: Maximilian Erlenwein
Darsteller: Fabian Hinrichs, Jürgen Vogel, Nora von Waldstätten, Jule Böwe, Jonas Hien u.v.a.
Musik: Jakob Ilja
FSK:16
Laufzeit: 100 min

Studio/Verleih und Bildnachweis: Verleih: farbfilm verleih(24 Bilder)

SCHWERKRAFT , 9.0 out of 10 based on 1 rating

SCHWERKRAFT Trailer

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Ihre Meinung -


4 Antwort zu “SCHWERKRAFT”

  1. Der Film ist ganz an mir vorbeigegangen. Gut das es hier zu jedem Film den passenden Trailer gibt! Weiter so!

  2. thunderstorm sagt:

    he geile mucke! den film muß ich unbedingt sehen!!

  3. s43.de sagt:

    SCHWERKRAFT- der Film, März 2010 im Kino…

    SCHWERKRAFT- der Film: Für einen Debütanten gelingt es Maximilian Erlenwein erstaunlich gut, die Geschichte zu entwickeln, so dass die Bilder stilvoll wie auch inszenatorisch schlüssig sind. Der größte Triumph ist allerdings seine Schauspielführung. So…

  4. Anja Breme sagt:

    unbedingt anschauen, echt guter Film

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