STOP-LOSS

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Bereits mit dem Film BOYS DON`T CRY, der schockierenden Chronik einer angekündigten Katastrophe, machte 1999 die Regisseurin Kimberly Peirce das internationale Publikum auf sich aufmerksam.

STOP-LOSS

Mit ihrem zweiten Film, dem Kriegs-Drama STOP-LOSS, tritt Kimberly Peirce erneut in ein öffentliches „Fettnäpfchen“ – den Irak-Krieg. Darin thematisiert sie die diskussionswürdige bzw. vertragswidrige Praxis in der US-Armee, welche die Einsatzfristen von Berufssoldaten einfach und nach Belieben zwangsverlängern kann.

STOP-LOSS, Besetzung

Der hochdekorierte Sergeant Brandon King (Rayn Phillippe u.a. ENTTARNT – VERRAT AUFHÖCHSTER EBENE) sowie seine Kameraden Tommy (Joseph Gorden-Levitt) sowie Steve Shriver (Channing Tatum, u.a. STEP UP, MAGIC MIKE) haben im Irak die Hölle erlebt…

Nach dem blutigen und traumatischen Einsatz kehren sie in ihre kleine Heimatstadt, in Texas, zurück…

Anfänglich als Kriegshelden gefeiert, weicht die anfängliche Begeisterung und Euphorie schnell dem Alltag und die EX-Soldaten versuchen einen Weg in das „normale Leben“ zufinden. Doch bald entwickeln sich die Dinge in eine ganz andere Richtung…

Unerwartete Probleme und Herausforderungen sowie ein zunehmender Konfrontationskurs zwischen den Männern, stellt ihre alte Freund-und Kameradschaft auf eine harte Belastungsprobe…

STOP-LOSS, Filmkritik

Eine Vielzahl der Kritiker kommt fast einhellig zu der Meinung, dass STOP-LOSS einer der engagiertesten Antikriegsplädoyers der letzten Jahre ist.

Obwohl der Film keine direkte Kritik am Irak-Krieg übt, sondern eher die Politik der Bush Ära hinterfragt, kann ich mich dieser Meinung uneingeschränkt anschließen!

Zudem kommt STOP-LOSS nicht als epischer Hollywood-Kriegsbombast auf die Leinwand. Es ist vielmehr ein kleiner, feiner Film, der in erster Linie und tatsächlich die besagte und umstrittene Rückrufklausel der US-Armee ins Zentrum der Handlung rückt und Ryan Philippe spielt seinen Charakter mit atemberaubender Intensität.

Fazit: Ein ergreifendes Drama über post-traumatische Erfahrungen und deren Auswirkungen auf das soziale Umfeld von Soldaten – was anzuschauen ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

STOP-LOSS, Filminhalt

Foto: Universal Studios

Zu erst geht Tommys Ehe in die Brüche und Steve rastet in einer tiefen, emotionalen Krise total aus. Brandon scheint sich indes unter Kontrolle zu haben, jedoch auch er kann die Bilder des Krieges nicht abschütteln und die Vergangenheit holt ihn immer wieder ein. Viele Fragen lassen ihn einfach nicht zur Ruhe kommen: „Was ist von der Ehre geblieben? Was ist tatsächlich Mut?“

Er hat doch bei seinen Einsätzen immer versucht, dass Richtige zu tun. Ja selbst dann als Bardon dem Tod ins Gesicht schauen mußte! „War es selbstlos und patriotisch das eigene Leben für „die gute Sache“ zur Verfügung zu stellen? Oder einfach nur Wahnsinn, für etwas beinah gestorben zu sein, was viele Menschen in seinem Land inzwischen als völlig sinnlos betrachten!“ Deshalb ist alles woran er jetzt noch glauben mag, die Familie, die Treue und Freundschaft!

Nach dem Brandon erfährt, dass er erneut einberufen werden soll, beschließt er den Dienst zu verweigern. Zusammen mit seinem Kameraden Steve und dessen Freundin reist er nach Washington, wo er auf die Unterstützung eines Senators hofft….


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Universal Studios

STOP-LOSS, 8.0 out of 10 based on 3 ratings

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