CONTACT HIGH

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Regisseur und Autor Michael Glawogger (WORKINGMAN`S DEATH, SLUMMING) schickt in dem psychedelischen Film CONTACT HIGH seine Helden Max und Johann auf einen bewusstseinserweiternden Tripp und den Zuschauer in eine wilde Bilderschlacht.

CONTACT HIGH

Der Begriff „Contact High“ ist seit den 1960er Jahren wissentschaftlich belegt. Er wurde im Underground und in der Hippie Szene geprägt.

Hinter „Contact High“ verbirgt sich die Idee, dass es möglich ist, seine Gehirnströme in Telekinese-Manier zu verbinden. Man wird also  ganz ohne eigenen Drogenkonsum high, wenn man nur einer Person begegnet, die eine psychedelische Droge genommen hat: Als sich Max die Ecstasy-Pillen und Magic-Mushroom-Kekse in rauen Mengen einwirft, pustet das Zeug tatsächlich auch Johann`s Schädel gleich mit durch…

Und so sprießen in der Komödie CONTACT HIGH aus Butterbroten Farbwolken, polnischen Polizisten wachsen Schweinsnasen und es geht um eine Tasche mit geheimnisvollen Inhalt…

Michael Glawogger

Der 1959 in Graz geborene Michael Glawogger studierte am San Francisco Art Institute und an der Filmakademie Wien. Seine Arbeit umfasst sowohl Dokumentationen als auch fiktionale Werke. Seine Mischung aus Komödie und Roadmovie CONTACT HIGH ist ein ziemlich abgedrehtes Ding und mit Musik u.a. von „Element Of Crime“, „Tiefschwarz“, „Calexico“, „Get Well Soon“ sowie der populären Band „Roxy Music“.

CONTACT HIGH, Filmkritik

Michael Glawoggers zelebriert in CONTACT HIGH einen grenzüberschreitenden, visuellen Rauschzustand, der untermalt ist, von allerlei witzigen Sprüchen, Hammer-Musik und anscheinend jeder Menge rosaroter, guter Laune.

Gewisse Parallelen zu Quentin Tarentino’s Film PULP FICTION, der 1994 entstand, sind unverkennbar! In der richtigen Stimmung ist der Film CONTACT HIGH sicher ein aus dem Rahmen fallender Klassiker…jedoch ohne vorbereitende „Pille“ ein ziemlich schrecklicher Hirnfick!

Sorry and NO WAY – for me!!

CONTACT HIGH, Filminhalt

Harry (Detlev Buck, SAME SAME BUT DIFFERENT) ist ein schwuler, Wiener Schrottplatzbesitzer, Ganove und Freizeitphilosoph. Für den geheimnisvollen Carlos (Jeremy Strong), seinen Boss, soll er eine Tasche aus dem polnischen Drogomysl holen.

Harry will sich  dabei aber auch nicht die Finger schmutzig machen, deshalb schickt er als seinen besten Mann den durch geknallten Psychopathen Schorsch (Georg Friedrich) in die Spur.

Schorsch allerdings hat einen Hang zum Irrationalen, zu schnellen Autos und im Moment keinen Führerschein. Und mit sanftem Nachdruck schafft der es Mao (Pia Hierzegger), eine Kinder hassende Imbissbesitzerin, ihm den Job anzudrehen. Denn sie hat ganz andere Sorgen…

Mao muss auf die achtjährige Tochter einer Freundin aufpassen und außerdem Max (Michael Ostrowski) sowie Johann (Raimund Wallisch) auf ihrer Lohnliste. Diese führen, als verkappte Imbissbudenmagnaten, mehr schlecht als recht für Mao die Geschäfte. Also setzt sie kurzerhand ihre beiden Angestellten, den dauerkiffenden Max bzw. seinen Kumpanen Johann, für den die Wurstvielfalt des Reiselandes ein entscheidendes Kriterium darstellt, in den Zug nach Drogomysl.

Aber Carlos’ geheimnisvolle Tasche macht allen ein Strich durch die Rechnung: So stolpern die beiden Typen mit einer Tasche unbekannten Inhalts von einem Rauschzustand in den nächsten und involvieren dabei in zunehmendem Maße ihre ganze Umgebung: Sie taumeln durch zu kleine Hotelzimmer, nehmen falsche Züge, verwechseln die besagte Tasche, verlieben sich auf das Melodramatischste, himmeln Fleischerinnen an, sehen Hunde, Schweine und Schwertfische und wundern sich, als sie den Schaffner sagen hören: „Nächste Haltestelle – Drogomysl“


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Delphi Filmverleih

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