HACHIKO

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Nach John Grogans Romanverfilmung MARLEY & ICH ist Hollywood mit HACHIKO – EINE WUNDERBARE FREUNDSCHAFT (Originaltitel: HACHIKO – A DOG’S LIFE) erneut auf den Hund gekommen. Wuff !

HACHIKO – Eine wunderbare Freundschaft

Regisseur Lasse Hallströms Drama rückt die Geschichte einer außergewöhnlichen Zweisamkeit zwischen Mensch und Hund in den Mittelpunkt. Die geradezu herzzerreißenden Symbiose zwischen Professor Parker Wilson (gespielt von Richard Gere) und dem Akita-Hund „Hachi“, der seinem Herrchen sogar über den Tod hinaus treu bleibt, basiert auf wahren Geschehnissen, die sich im Land der aufgehenden Sonne zugetragen haben.

Lasse Hallström

Lasse Hallström drehte in den 80′ fast alle ABBA-Musikvideos und natürlich auch DEN ABBA-Film.

Außerdem entstand 1999 unter seiner Regie das meisterliche Drama GOTTES WERK UND TEUFELS BEITRAG mit Tobey Maguire sowie dem grandios spielenden Michael Caine in der Hauptrolle. Den nicht minder fantastischen Soundtrack lieferte Rachel Portman, die schon für CHOCOLAT die Filmmusik schrieb.

HACHIKO MONOGATARI

Die Geschichte -um den treusten Hund der Welt- kam bereits unter dem Titel HACHIKO MONOGATARI und unter der Regie von Seijirō Kōyama sowie mit den Drehbuchautoren Kaneto Shindô und Kaneto Shindô als japanische Fassung 1987 in die Kinos. Das Hollywood-Remake 2009 HACHIKO stammt hingegen vom Drehbuch-und Regieteam Stephen P. Lindsey und wie schon erwähnt, vom schwedischen Regisseur Lasse Hallström.

Hachikō – die wahre Geschichte

Hachikō wurde 1923 im japanischen Odate, in der Präfektur Akita, geboren. Als sein Besitzer, der Musikprofessor Hidesaburō Ueno, eine Anstellung in Tokio erhält, nimmt er kurzerhand den Hund mit…

Fortan wartet Hachikō geduldig jeden Tag am Bahnhof von Shibuya auf seinen Besitzer, bis dieser aus der Universität nach Hause kommt.

Zwei Jahre später stirbt Ueno und die Witwe des Professors zieht wieder zu Verwandten in eine andere Stadt. Doch der Hund läuft immer wieder weg, um auf dem besagten Bahnhof auf Ueno zu warten.

Kikuzaburo Kobayashi, der frühere Gärtner der Familie, der in der Nähe des Bahnhofsgeländes wohnt, erbarmt sich des Tieres und übernimmt schließlich die Verantwortung und Pflege.

Wurde in der ersten Zeit Hachikō eher als Störenfried betrachtet und mit Skepsis behandelt, so richtete 1928 ein neuer Bahnhofsvorsteher ihm sogar einen kleinen Schlafplatz ein. Ein ehemaliger Student des Professors, der an einer Forschungsarbeit über Akita-Inu`s schrieb, erkannte wenig später Hachikō wieder und fand heraus, dass Hachikō einer von nur etwa dreißig reinrassigen Akita`s war, welche es zu diesem Zeitpunkt in Japan noch gab.

Die Umstände begannen ihn weiter zu interessieren und er veröffentlichte mehrere Artikel darüber. Die  Tokioter Zeitung  machte daraufhin 1932 Hachikō im ganzen Land bekannt und der Hund wurde damit zum Inbegriff der „Treue auf vier Pfoten“. Die Achtung vor diesem Tier fand 1934 mit der Errichtung einer Bronzestatue ihren Höhepunkt.

Bei der Eröffnungszeremonie war auch Hachikō anwesend.

Als der Hund dann am 8. März 1935, nach 9 Jahren sehnsüchtigen und geduldigenen Wartens starb, ging seine Todesnachricht landesweit durch die Medien…! Seine ausgestopften Überreste befinden sich heute im National Science Museum von Tokio und alljährlich wird in ganz Japan am 8. August der Hachikō-Tag gefeiert: „Hachi“ bedeutet „acht“ und ist in Japan die Zahl für Unendlichkeit…

HACHIKO, Filmkritik

Der Film HACHIKO – EINE WUNDERBARE FREUNDSCHAFT ist augenscheinlich mit sehr viel Herzblut sowie Leidenschaft in Szene gesetzt.

Deshalb sollten nicht nur Hundeliebhaber eine Packung Taschen-ti’scher ;) mit ins Kino nehmen…sondern jeder Zuschauer auf unwiderstehliche und buchstäbliche Augenblicke gefasst sein…

HACHIKO, Filminhalt

In dem kleinen Ort Bedrigde stolpert Parker Wilson (Richard Gere, u.a. UNFAITFHUL, DARF ICH BITTEN), der gerade mit dem 17-Uhr-Zug aus Providence gekommen ist, über einen kleinen Hundewelpen.

In diesem Moment ahnt Parker noch nicht, dass dies der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft sein wird, die sein ganzes Leben verändern soll…

Während seine Frau Cate (Joan Allen, u.a. AN DEINER SCHULTER, DER EISSTURM) den kleinen Akita-Hund eher zögerlich aufnimmt, wird Parkers Herz von HACHIKO sofort ungestüm in Beschlag genommen.

Schon bald begleitet HACHIKO seinen Herren auf dem täglichen Arbeitsweg bis zum Bahnhof, um ihn dort am Abend wieder abzuholen.

Doch eines Tages wartet er vergeblich auf die Rückkehr des geliebten Zweibeiners…


Studio / Verleih / Bild- und Textnachweis: 20ten Century Fox, wikipedia

HACHIKO , 9.0 out of 10 based on 9 ratings

5 Kommentare zu HACHIKO

  1. Von der bedingungslosen Treue des Hundes: Lasse Hallström verlegt die Geschichte des berühmtesten Akita-Hundes der Welt in das Amerika der 90er und erzählt eine Parabel von der Unbegreiflichkeit des Todes.

  2. „Das Wertvollste im Leben ist die Entfaltung der Persönlichkeit und ihrer schöpferischen Kräfte“. Ich finde, das trifft es hier hier recht gut. Geäußert hat das übrigens Albert Einstein.

  3. Der Soundtrack stammt von dem Komponisten J.P.Kaczmarek. Die Soundtrack-CD heißt: „HACHI“, ist im Jubi 2009 erschienen und z.B. bei amazon käuflich zu erwerben.
    viele Grüße
    Die Redaktion

  4. Traumhafter Film! Ich find den so toll und musste weinen, unglaubliche Geschichte und so schön erzählt! Empfehlenswert!

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