FIFTY SHADES OF GREY

Fifty Shades Of Grey
Foto: Universal Pictures
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Die Verfilmung des Erotik-Bestsellers FIFTY SHADES OF GREY – GEHEIMES VERLANGEN.

Es geht um Bondage, Sadismus und darum, dass bei einer Sex-Zusammenkunft eine Person die dominante Rolle und die andere Person den Untergeordneten Part übernimmt. In der Szene kurz als Dom & Sub bezeichnet.

SHADES OF GREY – GEHEIMES VERLANGEN

Foto: Universal Pictures
Foto: Universal Pictures

Eigentlich stehen die Schauspieler in Hollywood so bald es sich um Bestsellerverfilmungen oder medienträchtige Themen handelt schlange – denn es könnte sie in Nullkommanichts in die Schlagzeilen bringen.

Nun – bei dem Erotik-Drama der härteren Gangart, dem Film SHADES OF GREY – GEHEIMES VERLANGEN (Originaltitel: Fifty Shades Of Grey), lief das jedoch nicht nach besagtem Castingverlauf ab. So lehnte DRIVE und THE PLACE BEYOND THE PINES- Star Ryan Gosling die männliche Hauptrolle bzw. den Part des sexbesessenen Christian Grey von vornherein dankend ab. Und auch der britische Leinwand-Bad-Boy Charlie Hunnam (HOOLIGANS, COLD MOUNTAIN) bekam kalte Füße. Oder sollte ich besser sagen: kniff den Schwanz ein…

Ganz anders die holde Weiblichkeit: Dakota Johnson, die Tochter von Melanie Griffith und Don Johnson, hielt als Akteur in der Verfilmung des SM-Bestsellers „Fifty Shades of Grey“ von Anfang an tapfer zur Stange.

Doch dies wiederum ist auch kein Grund für Euphorie oder Vorfreude auf das, was uns am Nach-Valentinstag 2015 im Kino erwarten könnte. Denn obwohl die 1967 in London geborene und anerkannte Regisseurin, Videokünstlerin sowie Fotografin Sam Taylor-Johnson (NOWHERE BOY) für FIFTY SHADES OF GREY auf dem Regiestuhl platz nahm, ist es in erster Linie eine US-amerikanische Produktion – somit garantiert prüdes-müdes Sex-Kino-Vergnügen.

FIFTY SHADES OF GREY, Kinostart

Deshalb lautet bereits jetzt meine Wertung für einen Film, der erst am 12. Februar 2015 in die Kinos kommt: Maximal 3 Sterne!

Begründen möchte ich das vor allem mit der ohnehin schon wenig Inhalt bietenden Romanvorlage der Autorin E.L. James, welche darin zudem einen Schreibstil aufweisst, den ich bisher nur aus der Bildzeitung kannte. Ja, und selbst wenn „Fifty Shades of Grey“ trotzdem in einigen Literaturkreisen als Bestseller gehandelt wird, bleibt der Roman aus meiner Sicht eine misslungene wenn nicht gar auf Dauer nervig wirkende Mischung von SEX AND THE CITY und ein ziemlich eintöniger Abklatsch oder gar plattes Plagiat von David Glattauers genial zu Papier gebrachten email-Roman „Gut gegen Nordwind“. Von einer Erotik- oder Sexliteratur a la „Lady Chatterley“ ist „Fifty Shades of Grey“ jedenfalls Lichtjahre entfernt…

Also vorläufiges Fazit: Sam Taylor-Johnsons Kinofilm FIFTY SHADES OF GREY dürfte allein durch diese Vorzeichen kaum an die Klasse von beispielsweise Stanley Kubricks EYES WIDE SHUT heranreichen – von einer vergnüglicher Unterhaltung, a la Roman Polanski mit VENUS IM PELZ, mal ganz zu schweigen…

Kleiner Tip der Redaktion: Wer es sich beim Sex richtig hart und deftig vorzustellen vermag, der sollte sich Ulrich Seidels Dokumentation IM KELLER gönnen. Da dürfte kein Auge bzw. kein Körperteil schmerzfrei bleiben…

FIFTY SHADES OF GREY

E. L. James ist das Pseudonym der schottischen Bestsellerautorin Erika Leonard. 2011 landete die Schriftstellerin mit dem ersten Band der Roman-Trilogie „Fifty Shades of Grey“ einen Achtungserfolg der besonderen Art: Der hauptsächlich durch Blogbetreiber und Mundpropaganda unter die Leserschaft gebrachte Roman entpuppte sich als das am schnellsten jemals verkaufte Taschenbuch und stellte damit sogar die Harry-Potter-Taschenbüchern in den Schatten.

Der zweite Band „Fifty Shades Darker“ folgte sehr schnell bzw. bereits im September des selben Jahres. Teil Drei „Fifty Shades Freed“ brachte E. L. James im Januar 2012 in die Buchläden. Inzwischen wurden insgesamt über 70 Millionen Exemplare weltweit verkauft. In Deutschland veröffentlichte der Goldmann Verlag im Juli 2012 unter dem Titel „Shades of Grey“ eine überarbeitete Fassung der Fesselungsspiele mit Unterwerfung sowohl als Lese- wie in Hörform.

FIFTY SHADES OF GREY, Besetzung

Foto: Michael Tran
Foto: Michael Tran

Die Rechte an der Verfilmung liegen bei Universal Pictures. Seit die Pläne zum Erotik-Drama FIFTY SHADES OF GREY publik wurden, brodelte es heftigst in der Gerüchteküche wer wohl die weibliche Hauptrolle der Anastasia Steele übernehmen würde, die sich getreu nach dem im Roman propagierten Frauenbild: „…bück dich, dein Gesicht ist mir beim Sex egal“ gern fesseln, erniedrigen, schlagen und besitzen lassen möchte.

Zu erst hieß es, wir bekommen Emma Watson zu sehen.

Nun wissen wir inzwischen, dass es das blauäugige THE SOCIAL NETWORK– Unschuldslamm Dakota Johnson ist. Sie wird in die Rolle der naiven 21jährigen, jungfräulichen Anastasia schlüpfen, die auf den älternen, attraktiven, selbstgefälligen und grauäugigen Milliardär Christian Grey trifft.

Ihre Konkurrentinnen wie Alexis Bledel (GILMORE GIRLS) oder Kristen Stewart (TWILIGHT) hatten also das Nachsehen bzw. wurden erfolgreich von Johnson aus dem SM-Gemächern vertrieben. Ob die junge Schauspielerin in ihrer ersten großen Filmrolle und dann gleich mit dieser Thematik tatsächlich zu überzeugen vermag, bleibt selbstverständlich abzuwarten.

Und wer den männlichen Part besetzt ist nun auch kein Geheimnis mehr: Es ist der 31jährige und aus Irland stammende Jamie Dornan.

Bekannheitsgrad erlangte Jamie Dornan bisher hauptsächlich als Model für Calvin Klein. In der Kino-und Filmbrache ist er ähnlich wie Dakota Johnson noch wenig prominent. Abgesehen von der TV-Serie ONCE UPON A TIME des US-Fernsehkonzern ABC konnten sich die Zuschauer einzig mit Sophia Coppolas Kinofilm MARIE ANTOINETTE von 2006, in dem Dornan in einer Nebenrolle als Liebhaber zu sehen war, ein Bild von seinen schauspielerischen Qualitäten machen. Somit also auch hinter diesem Cast ein großes Fragezeichen…

In weiteren Rollen sind Max Martini als Taylor (Christians Mann für Alles), Luke Grimes als Elliot Grey (Christians Bruder), Eloise Mumford als Kate Kavanagh (Anastasias beste Freundin), Marcia Gay Harden als Dr. Grace Trevelyan Grey (Christians Mutter), Jennifer Ehle als Carla May Wilks (Anastasias Mutter), Victor Rasuk als José Rodriguez (Anastasias bester Freund), Rita Ora als Mia Grey (Christians Schwester), Callum Keith Rennie als Ray Steele (Anastasias Vater) sowie Dylan Neal im Part des Robbin ‚Bob‘ Adams (Anastasias Stiefvater) zu sehen.

FIFTY SHADES OF GREY , Bilder

FIFTY SHADES OF GREY, Filminhalt

Als die Studentin Anastasia Steele in Vertretung ihrer besten Freundin Kate den aufstrebenden Unternehmer Christian Grey für die Zeitschrift ihrer Universität interviewt, begegnet sie einem Mann, dessen blendende Schönheit und eindringliche Art ihr sofort den Kopf verdreht.

Anastasia, bisher ein unbeschriebenes Blatt in Sachen Liebe-machen kann sich bald der sexuellen Anziehungskraft des wohlhabenden Mannes nicht mehr entziehen. Und Helikopterflug, Luxuskarosse und Penthousewohnung sind sicher „hilfreich“ dabei, sie zum ersten Mal ins Bett zu bekommen.

Doch Christian Grey möchte kein „Blümchensex“! Für ihn sind die dunklen Seiten der Lust, das, wo nach er stets sucht und bisher mit „seinen“ Frauen ausleben konnte. Das macht er Anastasia von Anfang an klar und zudem gleich in schriftlicher Vertragsform.

Seine einschüchternde Art löst bei ihr demzufolge eine Mischung aus Angst und Zuneigung aus – doch Anastasia gibt gleichfalls die Hoffnung nicht auf, Christian irgendwann nicht nur körperlich befriedigen zu können…


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Universal Pictures, wikipedia, Goldmann Verlag

FIFTY SHADES OF GREY, 6.6 out of 10 based on 86 ratings

5 Kommentare zu FIFTY SHADES OF GREY

  1. Ähm nen tipp der Film kommt am 14.Februar (Valentinstag ) in die Kinos
    ich weiß ja nicht wo du den 12. her hast!

  2. @Uninteressant:
    Stimmt nicht, der Film startet am Do. den 12.02.
    Habe mir Anfang Januar schon Karten für diesen Tag gekauft. Einfach mal auf die Kinoseiten gehen und lesen.

  3. Meiner Meinung nach ist die Empfehlung und die Beschreibung des Filmes total daneben, da es nicht nur um Sex geht.
    Zumindest habe ich diesen Eindruck nachdem ich alle drei Bücher gelesen hatte. Es geht um psychisch Probleme von Christian Grey. In diesem Bericht wird lediglich nur auf den Sex angesprochen angesprochen. Den Film habe ich klar noch nicht gesehen jedoch wird er bestimmt auch nicht nur vom Körperlichen handeln.

  4. Also ganz ehrlich, ich find die Kritik total überzogen. Der Autor zeigt deutlich, dass das Buch nicht seinem geschmack entsprach und sagt daher, dass der Film auch nichts werden kann. Dem möchte ich ehrlich widersprechen. Das Buch war ja nicht ohne grund ein Bestseller und ich fand das Buch hammer, denn es geht nicht nur um das Thema Sex, sondern auch um die etwas verwirrende Beziehung von Christian und Ana. Ich freu mich auf den Film, selbst mit solchen (meiner Meinung nach echt übertriebenen) Kritiken. Sowas hätt ich eher zu Feuchtgebiete gesagt.

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