DER HOBBIT – SMAUGS EINÖDE

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Das wird viele Fans des HOBBIT freuen: Regisseur Peter Jackson fügt der Verfilmung des Tolkien-Klassikers DER HOBBIT einen dritten Teil hinzu!

DER HOBBIT – SMAUGS EINÖDE

Obwohl, das stimmt so nicht ganz. Denn Teil Zwei: DER HOBBIT – SMAUGS EINÖDE wird einfach nur zweigeteilt. Am Ende der ganzen Hobbiterrei, im Sommer 2014, wird es schließlich heißen: DER HOBBIT – DIE SCHLACHT DER FÜNF HEERE und damit schließt sich endgültig die Geschichte um das ungeheure Universum von Tolkiens Romanvorlage bzw. auch Jacksons Gedankenkreis.

Viele Gedanken, was die Vermarktung des Filmrechts des Klassikers betrifft, schien sich der Oscar-preisgekrönte Peter Jackson sowieso im Vorfeld bereits gemacht zu haben. So drehte er in weiser Voraussicht klamm heimlich alle „drei“ Filme: siehe Filmkritik DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE / THE HOBBIT – THE DESOLATION OF SMAUG und THE HOBBIT – THE BATTLE OF THE FIVE ARMIES fast komplett in digitalem 3D bzw. unter Verwendung der neuesten Kamera- und Stereotechniken fix- und fertig. Und nach dem die Entscheidung des President and Chief Operating Officer Toby Emmerich für einen „dritten“ Teil endgültig fiel, mussten nur wenige zusätzliche Aufnahmen in den Stone Street Studios in Wellington sowie an Originalschauplätzen in Neuseeland nachgedreht werden…

DER HOBBIT – SMAUGS EINÖDE, Filmkritik

Gleich in der ersten Szene gibt es eine Art Running Gag: Wer genau hinschaut wird Peter Jackson erkennen der als Dorfbewohner verkleidet, in der Wasserstadt Laketown, herzhaft in eine Möhre oder Ähnliches beißt…

Das war es dann aber auch schon im Großen und Ganzen mit Lustig. Von da ab wird es nur noch düster, dunkel und grausam. Und so heißt es besonders für jüngere Zuschauer tapfer die Zähne zusammenbeißen, wenn Streitäxte krachend Schädel köpfen und sabbernde, grottenhäßliche Orks mit Pfeilen zu Schaschlikspießen verarbeitet werden. Ach ja – und wer unter einer Spinnenphobie leidet, der sollte sich den in erster Linie als Materialschlacht ausgelegten zweiten Teil – besser nicht an tun…

Wie bereits in der Kritik zum ersten Teil angemerkt ist der Soundtrack der HOBBIT-Triologie ebenfalls alles andere als einschmeichelnd. Doch hatte Howard Shore‘s bombastische Komposition in DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE zumindest einen gewissen Wiedererkennungswert. In DER HOBBIT – SMAUGS EINÖDE ist davon kaum etwas übrig geblieben – ist der Soundtrack um Einiges härter ausgefallen.

Das ist allerdings insgesamt nicht positiv zu werten, denn die Musik ist derartig martialisch und faktisch immer vordergründig, dass sich zumindest bei mir nach 170 Minuten Laufzeit ein gewisser Reiz-Kopfschmerz einstellte.

Oder lag es an dem von mir oft geschmähten 3D? Nein, diesmal habe ich alles richtig gemacht – und schaute den Film nicht in Kombination von 3D und HFR (High Frame Rate) an. Das Ergebnis: Die Effekte und insbesondere was das 3D betrifft, bieten für das Auge somit das bildtechnisch-harmonisch Beste vom Besten – wobei wir beim Positiven der Filmkritik angelangt wären.

Rein handwerklich und als Genre betrachtet ist DER HOBBIT – SMAUGS EINÖDE alles andere als öde – ich finde es sogar sensationell! Sowohl die Choreografie als auch der Erzählrhythmus stimmen und nebenbei bemerkt: Es gab bisher keine besser anzuschauende Animation eines Drachen als in diesem Film. Tja, und wenn der Zuschauer bei den grandios in Szene gesetzten Action-Über-und Unterwasserszenen nicht vergisst ab und zu Luft zu holen, dann hat er die berechtigte Chance dem letzten Satz von Bilbo zu lauschen, der mit schreckgeweideten Augen dem Drachen Smaug hinterher schaut und sagt: „…was haben wir nur getan“!

Oder mit anderen Worten: So bleibt am Ende und in Hinsicht auf das was im Juli 2014 folgen wird die Frage im Kinosaal zurück: Was hat Peter Jackson aus der Buchvorlage, die für Kinder angedacht war, nur gemacht?! Mein Eindruck: Es ist eine Ork-Vernichtung am Fließband, welche gepaart wurde mit Wildwasser surfenden wehrhaften Zwergen, einer Wehrwolf-Bärenkreatur und albtraumhaft-grusligen Monsterspinnen. Als Krönung fungieren makellose Elben, die in Rambo-Manier mit Pfeil und Bogen alles zusammenschießen, was bei Eins (!) nicht aus ihrem Blickfeld verschwunden ist.

Und ich denke, zumindest das, hat Tolkien garantiert nicht so gewollt…

DER HOBBIT – SMAUGS EINÖDE, Bilder

DER HOBBIT – SMAUGS EINÖDE, Kinostart

Der erste Teil DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE kam am 13. Dezember 2012 in die deutschen Kinos. Teil 2: DER HOBBIT – SMAUGS EINÖDE folgt am 12. Dezember 2013. Auf das dritte Fantasy-Epos müssen wir kein weiteres Jahr warten. DER HOBBIT – DIE SCHLACHT DER FÜNF HEERE kommt am 10. Dezember 2014 in 3-D und 2-D auf die große Leinwand.

DER HOBBIT – SMAUGS EINÖDE, Filminhalt

Um so näher Bilbo Beutlin (Martin Freeman), Gandalf (Ian McKellan) und die 13-köpfige Zwergengruppe um Anführer Thorin Eichenschild (Richard Armitage) der ehemaligen Heimat der Zwerge, dem Berg Erebor, kommen, um so gefährlicher wird ihre Reise. Denn weiterhin werden die Gefährten unerbittlich vom Orkkönig Azog (Manu Bennett) verfolgt. Jenem hatte Thorin Eichenschild im Kampf einst den Arm abtrennte. Daraufhin schwor Azog blutige Rache.

Doch noch sind sie wie gesagt nicht an ihrer Fluchtburg angekommen. Zuvor muß die Gruppe erst heil die dunklen Gefilde des Düsterwaldes passieren. Dort lauern die gefräßigen Riesenspinnen. Auch die Waldelben zählen nicht zu den Freunden der Zwerge. Sie hegen seit ewigen Zeiten tiefes Misstrauen und Abneigung gegenüber Eichenschild und seinen streitbaren Weggenossen.

Aber Alles das ist Nichts, gegen das, was am Ende im Innern der Festung Erebor auf Bilbo, Gandalf und die Zwerge wartet: Der Drache Smaug (gesprochen von Benedict Cumberbatch) wurde aus seinem Schlaf gerissen, bedroht seit dem die nahe Seestadt mit seinem feurigen Atem und ist bei der Ankunft des Hobbit dem entsprechend überaus gereizt…


Studio / Verleih / Bild- und Textnachweis: Warner Bros.

DER HOBBIT - SMAUGS EINÖDE, 8.8 out of 10 based on 23 ratings

2 Kommentare zu DER HOBBIT – SMAUGS EINÖDE

  1. Der Hobbit ist genau mein Fachgebiet. Vielen Dank für diesen aktuellen und gut recherchierten Artikel dazu. Viele liebe Grüße, Claudia.

  2. Guten Tag, dieser Beitrag über das Themengebiet Der hobbit ist wirklich sehr interessant. War mir eine Freude diesen Post zu lesen. Danke und liebe Grüße, Ann-Christin.

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