42plus

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Eigentlich sollte es ein humorvoller, sommerlicher Kinoabend werden. Aber der Film 42plus war von Anfang bis Ende nur eine verkrampfte und eher frustrierende Geschichte, die sich regelrecht über die Zeit bzw. Leinwand quälte…!

42plus

Österreichische Produktionen haben oftmals ein spezielles, filmisches Flair. Das Drehbuch hat zudem ein ganz bekannter und guter Autor geschrieben, der Däne Mogens Rukov, der bereits Thomas Vinterberg`s Dogma-Erfolg DAS FEST verfasste.

Doch weder von dessen Script-Qualitäten, noch vom „Wiener Schmäh“ ist in 42plus etwas zu merken. Einzig die wenigstens etwas authentisch erscheinende und ein bisschen Wiener Charme verbreitende Petra Morzé (Sonja) gibt dem Film die besagte Note.

Aber auch Sonja hat fast unweigerlich ihr dramaturgisches Waterloo! Ganz am Ende der Vorstellung bekommt sie den dann „abgelegten“, jungen Liebhaber ihrer Freundin Christine weitergereicht. Stellungswechsel a la Regisseurin Sabine Derflinger oder „WAS SIE SCHON IMMER ÜBER SEX WISSEN WOLLTEN…“(Woody Allen, 1972)

42plus, Filmkritik

Ja, so viele dumme Klischees, das tut einfach nur weh! Dazu gibt’s Schlagobers mit brisanten Enthüllungen, die jedoch keinen so recht aus dem Kaffeehaus locken…

Deshalb ist die Komödie der österreichischen Regisseurin Sabine Derflinger (SCHNELLES GELD, VOLLGAS) an Banalität, Vorhersehbarkeit und schon „tausendmal gesehen“ auch kaum zu überbieten. Einer der vielen Vorabend-TV-Filme die absolut kein Kino brauchen oder anders ausgedrückt: Großes Staraufgebot gemischt mit blödsinnger TV-Kost, die fast schon an Peinlichkeit grenzt

Schon gewusst?: Seitensprünge können müden Ehen neuen Schwung geben! Doch selbst für diese blödsinne Aussage gibt es in 42plus eine Steigerung. Es ist die mit markigen Sprüchen auftrumpfende, pubertierende und nervige Tochter von Christine: Linda (Vanessa Krüger). Mit ihren gespielten 15 Jahren versucht sie krampfhaft, zwischen eigenen Problemen und ersten sexuellen Erfahrungen, die Ehe ihrer Eltern zu retten. Unter der Rubrik „Liebes Tagebuch“ und mit Strandhausstimmung und Windrauschen vermischt scheint es so, als hätte sie mit ihren jungen Jahren, -pardon- die Weisheit mit Löffeln gefressen!

42plus, Filminhalt

Christine (Claudia Michelsen, u.a. NAPOLA, DER TUNNEL) hat und bekommt alles: Als Medienfrau erfolgreich führt sie an der Seite ihres begüterten Ehemanns (Ulrich Tukur) ein tolles Leben, worin natürlich auch ein heimlicher Geliebter (Tobias Moretti, u.a. ANDREAS HOFER, DAS FINSTERE TAL) nicht fehlen darf.

Jener…wie „pikant“, ist natürlich der beste Freund und Arzt-Kollege ihres Mannes. Dessen Frau Sonja (Petra Morzé) weiß selbstverständlich schon längst um die amourösen Abenteuer ihres Schwerenöters bzw. hat dafür vollstes Verständnis denn: Christine und sie sind beste Freundinnen!

Yes – Hauptsache die Kreditkarte ist solvent und so genießen alle das Jetset-Leben der Reichen und Schönen und hüpft jeder mit jedem nebenbei kreuz und quer durch die Bettchen…

Glücklich scheint Christine dennoch nicht zu sein. Ihre Befindlichkeiten ändern sich zum Positiven, als die 42-Jährige beim Urlaub in Italien den halb so jungen Tramper Tamaz (Jacob Matschenz) kennen und…ich wage es kaum zu schreiben…lieben „lernt“


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Wiener DOR-Film, Filmladen, Zorro

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