AFFÄREN À LA CARTE

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„Über 20 Millionen Franzosen können sich nicht irren“, hieß es 2008 selbstbewusst auf den deutschen Plakaten der Erfolgskomödie WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS.

AFFÄREN À LA CARTE, Besetzung

Nicht nur in Frankreich wurde Danny Boon’s Culture-Clash-Komödie, in der ihr Hauptprotagonist auch Regie führte, zu einem der größten Kinoerfolge aller Zeiten. Auch in Deutschland brachte der herrliche Zungenbrecher die Kassen zum Klingeln und die Zuschauer zum Lachen.

Nicht anders ist es mit dem absolut prominent besetzten Film AFFÄREN À LA CARTE, vom Regisseur Danièle Thompson. Auch hier spielt Dany Boon (NICHTS ZU VERZOLLEN) die Hauptrolle und das französische Multitalent stellt erneut sein komödiantisches Können unter augenscheinlichen Beweis.

Der nächste Lachangriff ist demzufolge garantiert, zumal die bittersüße und manchmal wirklich bissige Gesellschaftskomödie voll ins Schwarze trifft. Augenzwinkernd, witzig und manchmal melancholisch wird darin versucht, eine Antwort auf die paartechnisch-zentrale Frage: „Für immer und ewig oder doch nur für eine Nacht“ zu finden.

AFFÄREN À LA CARTE, Filmkritik

Im französischen Original heißt die Komödie „Le code a changé“. Dies macht im Gegensatz zum abgewandelten, „deutschen“ Filmtitel AFFÄREN À LA CARTE mehr Sinn.

Denn viele Wohnhäuser sind in Paris mit einem Türcode versehen. Hat der Bewohner oder Besucher diesen vergessen, kann er sich nicht einmal durch die Klingel bemerkbar machen.

Da es sich um eine Beziehungs-Komödie handelt, die wohl eher für das gesetztere Kinobesucherklientel bestimmt ist, könnte der Filmtitel durchaus als ein Synonym verstanden werden: Ein Sinnbild für die Vergesslichkeit, die zwischenmenschliche Oberflächlichkeit, welche sich oft und gern in langjährigen Ehegemeinschaften einzuschleichen – pflegt.

Demzufolge wird es im Laufe der Zeit und in vielen Partnerschaften immer schwieriger, wenn Frau oder Mann nicht mehr über den richtigen „Zugangscode“ verfügt, um die „Tür“ zum Kopf bzw. dem Herz wieder zu öffnen…

Der „Le Monde“ schreibt zum Film „Le code a changé“: „Da alle Schauspieler mit großem Elan aufspielen, folgt man gerne den Verwerflichkeiten, dem Unglück und der Frustration von Leuten, die eigentlich alles haben, um glücklich zu sein…“ Dem kann ich mich nur anschließen. Und wer dem alltäglichen Einerlei entfliehen möchte, sei es nur für einen schönen DVD-Abend, dem kann ich diesen Film nur wärmstens empfehlen!

AFFÄREN À LA CARTE

Es ist der 21. Juni, dass Fest der Musik und Frühlingsanfang in Paris. Seidige Luft mit einer Prise Erotik, Sehnsucht und Sex weht durch die Stadt der Liebe. Eine gute Gelegenheit sich Freunde einzuladen und gemeinsam einen netten Abend zu verbringen. Jedoch schon die Anreise wird für Einige zur absoluten Belastungsprobe.

Anschließend das Dinner im Freundeskreis: Man lacht, erzählt sich Anekdoten, gibt großspurig mit seinen beruflichen Erfolgen an, teilt Erinnerungen und tauscht sich über die Pläne für die Zukunft aus. Ängste werden dabei lapidar mit Witzen überspielt oder mit gutem Wein betäubt. Kummer und Schmerz gehen in Lachsalven unter. Für ein paar Stunden ist die Welt in Ordnung.

Der Abend endet in Harmonie und die Gäste beteuern ohne zu erröten, wie wunderbar alles war: Das Essen, die Atmosphäre, die Diskussionen. Was unweigerlich folgt, ist der Heimweg und mit ihm die Chance, dass der nette Abend weitergeführt werden könnte. Aber diese Gelegenheit verringert sich förmlich im Minutentakt…, die Stunde der Wahrheit beginnt. Die aufgesetzte Maske fällt – es wird wieder Tacheles geredet.

AFFÄREN À LA CARTE, Filminhalt

Stunden zu vor: Da ist Sarah (Emmanuelle Seiger), die sich nicht mehr von ihrem Ehemann bevormunden lassen möchte und Mélanie (Marina Foïs), die ihrem Ehepartner Alain (Patrick Bruel) endlich den Seitensprung mit einem Jockey gestehen will. Mit anderen Worten: Viel Scherben und wenig Glück! Aber auch bei den Gastgebern des Dinners sieht es in der Liebe -und überhaupt- nicht viel besser aus als bei den anreisenden Freunden und Paaren.

Marie-Laurence (Karin Viard) versucht verzweifelt und um jeden Preis das Auftauchen des besten Freundes ihres arbeitslosen Mannes Piotr (Dany Boon), mit dem sie bis vor Kurzem noch eine außereheliche Beziehung hatte, zu verhindern.

Zu allem Übel hat sich zudem der Zutrittscode für ihre Wohnung geändert: Die Gäste stehen kurzfristig vor verschlossener Tür. Als dann endlich alle zusammen am Tisch sitzen, schneit zu allem Überfluss Marie-Laurence`s Vater herein. Daraus wird ein Abendessen mit ungeahnten Folgen…!

Manche Beziehungen werden den Abend nicht überstehen, andere entwickeln sich erst und spätestens beim letzten Gang wird klar: Manchmal führt nur eine Planänderung zum Ziel. Und manchmal, manchmal muß man sich einfach über gesellschaftliche Zwänge hinwegsetzen, um wirklich glücklich zu werden…


Studio / Verleih / Bild- und Textnachweis: poly-film

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