DIE LIEBENDEN

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DIE LIEBENDEN, VON DER LAST GLÜCKLICH ZU SEIN (Originaltitel: Les bien-aimés) beginnt 1963 und endet 2008. Erzählt wird darin die Liebesgeschichte zweier Generationen: Mutter und Tochter, die kein Leben ohne Einsamkeit akzeptieren können.

DIE LIEBENDEN, VON DER LAST GLÜCKLICH ZU SEIN

Die erste Geschichte beginnt wie ein Märchen – während des definitiven Goldenen Zeitalters der Liebe: In den 60ern. Es ist die Zeit der sexuellen Revolution und der Frauenbewegung.

Darauf folgt die zweite Geschichte, die in den 90ern spielt. Sie erzählt von einem Leben voller Angst – sowohl vor Bindungen als auch vor AIDS.

DIE LIEBENDEN

Laut dem Regisseur Christophe Honoré hätte „DIE UNERTRÄGLICHE LEICHTIGKEIT DES SEINS“ als Filmtitel auch gepasst.

Tatsächlich ist sein Film DIE LIEBENDEN in der Tradition der großen Romane über die Liebe zu sehen. Leichtfüßig und tragisch zugleich erzählt er von den verwirrenden Verstrickungen und Verwerfungen der Gefühle und beleuchtet dabei die spannungsreiche Entwicklung des Beziehungslebens von der sexuellen Revolution bis ins neue Jahrtausend.

Bereits mit CHANSON DER LIEBE, 2007 (Originaltitel: Non ma fille, tu n’iras pas danser), einem Film mit Musikeinlagen, hatte der französische Regisseur und Autor eine komplexe und feinfühlige Studie von Paarbeziehungen vorgelegt und seinem Vorbild Jacques Demy (DIE REGENSCHIRME VON CHERBOURG) die Reverenz erwiesen.

Jetzt wählt Honoré mit dem Drama DIE LIEBENDEN einen noch epischeren Ansatz und zeigt sich wiederum als würdiger Schüler des Meisters des französischen Liebesfilms.

DIE LIEBENDEN, Besetzung

Foto: Senator Film
Foto: Senator Film

Ein besonderer Coup gelang dem Filmemacher bei der Besetzung: Zum ersten Mal ist Filmikone Catherine Deneuve (GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN, DAS SCHMUCKSTÜCK) mit ihrer Tochter Chiara Mastroianni (EHER GEHT EIN KAMEL DURCHS NADELÖHR, PERSOPOLIS) gemeinsam, bzw. als Mutter und Tochter auf der Leinwand zu sehen.

Zum schauspielerischen Ereignis wird der Film auch durch die übrigen Darsteller. Allen voran wäre da Milos Forman (AMADEUS, DER MONDMANN) und Ludivine Sagnier ( u.a. SWIMMINGPOOL, BARFUSS AUF NACKTSCHNECKEN) als „junge Deneuve“ zu nennen.

DIE LIEBENDEN, die Chansons

Der Regisseur Christophe Honoré: „Nach „Non ma fille, tu n’iras pas danser“ hatte ich wirklich nicht erwartet, dass ich als nächstes ein Musical drehen würde. Ich wollte Alex Beaupain nur um ein Lied bitten – als eine Art „Dankeschön.

Die Songs für „Chanson der Liebe“ hatte er vor dem Dreh komponiert, aber bei DIE LIEBENDEN rief ich ihn an, während ich gerade eine Szene filmte, und sagte: „Mit einem Chanson wäre sie viel besser… aber nur einem!

Dann wurden es zwei… dann drei… und so endeten wir bei zwölf! Sie passen zum Verlauf der Handlung – sie ersetzen geschriebene Dialoge, die für sie Platz machen mussten…“

DIE LIEBENDEN, Filminhalt

Keiner versteht von Liebe und Leichtigkeit so viel wie die Franzosen: Vom Paris der 60er bis heute spannt sich der bunte Reigen des Lebens und der amourösen Abenteuer von Madeleine (Ludivine Sagnier und Catherine Deneuve) und ihrer Tochter Véra (Chiara Mastroianni).

Zwei Frauen, die sich mit Leidenschaft und Charme durch die Irrungen und Wirrungen des Lebens schlagen.

Ob als Mädchen für gewisse Stunden, treusorgende bzw. treulose Gattin oder hoffnungslos verliebte Frau: Alles dreht sich um die Erfüllung in der Liebe – und die ist nicht nur glücklich.

Doch was zählt, ist es, sein Leben zu leben….


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Le Pacte, CANAL+, Senator Film

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