MEIN BESTER FREUND

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Längst hat sich herumgesprochen: Wer in Filmen Herz, Wärme, Charme und Esprit sucht, wird bei Kinostreifen aus dem Mutterland der Liebe – Fronkreisch, Fronkreisch – selten enttäuscht!

MEIN BESTER FREUND

Und diese perfekte Symbiose, welche geradezu für einen gelungenen Kino-oder DVD-Abend prädestiniert scheint, trifft auch uneingeschränkt auf die melanchonische und wunderschön fotografierte Komödie MEIN BESTER FREUND (Originaltitel: Mon meilleur ami) zu: Eine Komödie des französischen Regisseurs Patrice Leconte, der schon für solch wunderbare Werke wie: DER MANN UND DIE FRISEUSE und DIE WITWE VON ST. PIERRE verantwortlich zeichnet.

Patrice Leconte

Patrice Leconte ist Filmemacher aus Leidenschaft. Das spürt der Zuschauer sofort. Und noch etwas ist charakteristisch für seine Filme: Er gibt sich darin gern der Hoffnung hin, dass es für jeden Menschen und irgenwo auf der Welt, immer das passende, glücklich machende Gegenstück gibt.

Vielleicht ist das in der Realität dann doch eher ein frommer Wunsch oder halt ein fortwährendes Märchen, aber möglicher Weise ist es tatsächlich auch der Lauf der Dinge und immer nur eine Frage der Zeit…?!

MEIN BESTER FREUND, Filmkritik

Der Film lockte in Frankreich über eine Million Zuschauer in die Kinos, denn MEIN BESTER FREUND hat buchstäblich etwas emotionales, was den Zuschauer in keiner Szene ungerührt lässt.

Der bekannte Schauspieler Daniel Auteuil gibt eine brillante Vorstellung als François, ein Mann, der spröde und unsympathisch wirkt, hinter dieser Fassade aber einfach liebenswert ist. Zudem untertreicht das Gesamtwerk wiedereinmal die wirkliche Klasse des französischen Kinos.

Hier kann jeder ein bisschen mit-leiden, jedoch vielmehr mit-lachen oder gar zwischenmenschlich, bei den adaptierten Szenen aus der Fernsehsendung „Wer wird Millionär“, dazugewinnen!

Fazit: Mein Tipp und absolute Empfehlung!

MEIN BESTER FREUND, Filminhalt

Der Antiquitätenhändler François (Daniel Auteuil) ist ein Mann in den besten Jahren – der alles erreicht hat…was man(n) kaufen kann.

Doch eines Tages wird François fast schmerzlich darauf hingewiesen, dass Geld nicht wirkliche Liebe und tiefe Freundschaft ersetzen kann und das es dieses Gut zu „besitzen“ weitaus mehr bedarf, als ein prall gefülltes Portemonaise. Der Grund für diesen Bewußtseinswandel: eine komische Wette, bei der es um eine wertvolle und während einer Auktion ersteigerte Vase geht.

Diese verkörpert im Laufe der Filmhandlung für François eine schon fast schicksalshafte Bedeutung, denn er sieht sich plötzlich in die abstruse Lage versetzt, innerhalb von 10 Tagen einen wahren und persönlichen Freund seiner bezaubernden Geschäftsteilhaberin Catherine (Julie Gayet) glaubhaft vorzuweisen.

Aber gerade ihm, der bei allen Mitmenschen und Geschäftspartnern gemeinhin als Kotzbrocken bekannt ist, fällt es sichtlich schwer, tatsächlich diese Auf-und Anforderung zu erfüllen.

Um das begehrte, antiquarische Stück sein Eigen nennen zu können bzw. das Wettversprechen einlösen, versucht François mit allen und teilweise urkomischen Mitteln, angefangen vom erfundenen, alten und besten Schulkumpel bis hin zum x-beliebig daherkommenden Taxifahrer, krampfhaft einen Menschen, der jene Freundschaft verkörpert zu finden.

Ob das ihm gelingt…?


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Alamode

MEIN BESTER FREUND , 6.9 out of 10 based on 8 ratings

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