SICKO

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Blanke Ironie, Sarkasmus oder nur der reale Spiegel für die amerikanische Gesellschaft?

SICKO

Nach US–Waffenwahnsinn und der Generalattacke auf George W. Bush nimmt sich Michael Moore in seinem Dokumentarfilm SICKO dem amerikanische Gesundheitssystem an.

Mit einem K.O.–Schlag für Amerika und im typischen Michael Moore–Stil wird in das private Krankenversicherungs-unwesen der USA mit dem des staatlichen Kubas verglichen. Dabei ist es längst kein Geheimnis mehr: In einem der reichsten Länder der Welt leben ca. 47 Millionen Menschen (!!) ohne Krankenversicherung bzw. wenn, dann leiden die Versicherten unter der Profitgier der zahlungsunwilligen Versicherungen.

Zahlen und Fakten die eine deutliche Sprache sprechen und immer wieder gern als Thema auch in den Wahlkämpfen der Präsidentschaft auftauchen. Doch die Politik, die Politiker versagen mit der Verlässlichkeit eines Schweizer Uhrwerkes und in regelmäßig Abständen. Aber was hat das mit Fidel Castro und Kuba zu tun?

USA vs. Kuba

Das brisante Detail: Einige Bürger der USA, die sich nach dem 11ten September einer ärztlichen Behandlung unterziehen mussten, unternahmen eine Reise nach Kuba, um sich dort aus Kostengründen in die Obhut der Mediziner zu begeben.

Eine Vorstellung, die an Absurdität kaum noch zu überbieten ist. Farce oder Panoptikum? Eine Gratwanderung -bildlich gesprochen- ist es allemal und das nicht nur für den Kinozuschauer!

SICKO, Filmkritik

Michael Moore hatte bei FAHRENHEIT 9/11 harsche Kritik einstecken müssen.

Die filmische Anklage gegen George Bush sollte rechtzeitig vor der Präsidentschaftswahl ins Kino kommen, aber die Zeit war (zu)knapp. So wurde der Film mit der „heißen Nadel“ gestrickt, war selten ausgewogen und verkam zu einem Schuss aus der Hüfte.

Für SICKO hat sich Moore mehr Zeit genommen, gründlicher recherchiert und die gefundenen Fakten wieder geschickt montiert, so dass an seiner Aussage kein Zweifel besteht. Und natürlich schaut der Filmemacher auch in dieser Dokumentation wieder dem Volk auf’s Maul.

Er polarisiert und gibt Stimmungen wieder, die zwar ganz auf die USA gemünzt sind, jedoch gleichfalls und hierzulande ohne Weiteres nachvollzogen werden können…

SICKO, Filminhalt

Regisseur und Kameramann Michael Moore (KAPITALSMUS: EINE LIEBESGESCHICHTE) ist mit seiner Dokumentation SICKO auf  Spurensuche.

Er unternimmt eine Reise auf die Insel Kuba, zum kommunistischen Hinterhof der USA und erforscht die Ursachen und Hintergründe für derartiges Tun. Das Ergebnis: Viele Menschen in Amerika können sich schlicht und ergreifend keine Krankenversicherung leisten! Kuba ist begeistert!

Insbesondere die politische Elite unter Fidel Castro. Denn hier, in einem der ärmsten lateinamerikanischen Länder, werden die „Klassenfeindbittsteller“ behandelt…! Ein nachträglicher, aber vermeidlicher Sieg über die übermächtigen Erzfeinde.

Ein Mann auf dem Weg zur Legende und ein Politikum was aufregt, traurig macht und seines Gleichen sucht…


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Senator Film

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