10,000 B.C.

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Die Hoffnung stirbt bekanntlich erst am Ende und das trifft natürlich auch auf die große Kinoleinwand zu!

10,000 B.C.

So blieb es bis dato ungewiss, ob es dem deutschen Regisseur Roland Emmerich wohl gelingen würde, endlich einen Film zu machen, der trotz Hollywoodproduktion etwas weniger von der unterschwelligen und nervenden amerikanischen Heldenprosa beinhaltet, wie sie beispielsweise in THE DAY AFTER TOMORROW bzw. INDEPENDENCE DAY anzutreffen ist.

Das Urzeitepos 10.000 B.C. wäre zumindest rein thematisch eine Chance…gewesen, denn selbst Mel Gibson, der Hollywoodpatriot schlechthin, zeigte 2006 das dies damit durchaus im Rahmen der Möglichkeiten liegt. Er lieferte mit seinem genreähnlichen Film APOCALYPTO eine in jener Hinsicht geradezu Steilvorlage ab. Aber was macht „unser“ Roland mit seinem 140 Millionen US-Dollar-Werk…? „Roland: Schlimmer geht`s wohl nimmer!“

10.000 BC, Filmkritik

Früher sagte man scherzhalber: „Gott-hilf(t) Fischer“ – jedoch ich glaube, dem Regisseur Roland Emmerich kann weder „Fischer“ noch der liebe Gott helfen!

Meine Meinung: 10.000 BC – bitte schaut Euch NIEMALS diesen Film an!!

Streitbarer Geschmack hin oder Ansicht her, es ist und bleibt eine wahrhaft un-ansehnliches Stück Kinogeschichte, denn es kommt der Verdacht auf, dass Emmerich sich anscheinend in seinem Urzeitwerk tierisch zwischen Rastazöpfen, Mammutknochen und Pyramiden des Stumpfsinns verirrt hat. Sollte es irgendwann eine Art „FSK“ geben, die nicht nur die Jugend vor bestimmten Filminhalten schützt sondern auch Erwachsene, dann wäre dieser Film ein heißer Kandidat! In punkto absoluter Langeweile und Banalität bekommt 10,000 B.C. von mir jedenfalls die Film-Sternchenzahl „1“ – für grottenschlecht!

10,000 B.C. soll 140 Millionen Dollar gekostet haben! Wie schade, dass anscheinend nichts für’s Drehbuch übrig blieb!

Selbst die im Vorfeld gepriesenen, großartigen Computeranimationen: Sprich Mammuts, Riesenvögeln und Säbelzahntiger lassen die Augsburger Puppenkiste im Vergleich zum Feuerwerk der Special-Effects aufsteigen. Dabei sind die Mammuts durchaus nett zottelig anzusehen (like ICE AGE-Manny), wirken jedoch federleicht und damit völlig unrealistisch.

Auch der Säbelzahntiger bekam ein unglaubwürdiges, flauschiges Fell und läuft zudem wie weichgespült auf rohen Eiern…! Das geht tricktechnisch einfach besser! Ach ja…und wenn wir schon beim meckern sind: Wo war eigentlich Omar Sharif zu sehen? Ist er womöglich während der Dreharbeiten in die Fänge dieser gefährlichen Raubkatze geraten? Nichts Genaues weiß man (n)! Ich konnte ihn weder bei den sinnentleerten Dialogen entdecken, noch unter den phantasielosen Kostümen erahnen.

Steinalt dürfte das Steinzeitepos in den Kinos bzw. in den DVD-Regalen deshalb wohl nicht werden. Und meine Befürchtungen in Hinsicht amerikanischer Heldenmanier wurden von der Wirklichkeit sogar noch weit übertroffen!

Kein Wunder also, dass die Columbia Studios den „Schwarzen Jämmerlich“ schnell an Warner Bros. weitergereicht hatten. Bereits Ende 2005 erlitt 10.000 BC einen herben Dämpfer, als Columbia die Rechte an dem Projekt zurückgaben…

10,000 B.C., Filminhalt

Erzählt wird die Geschichte eines jungen Jägers (Steven Strait u.a. SKY HIGH) der für die Nahrungsbeschaffung und das Überleben seines Volkes, 10.000 Jahre vor Christus, in einer unwirtlichen und unbarmherzigen Natur Mammuts erlegt.

Dabei muss er mit prähistorischen Raubtieren kämpfen und die Liebe seines Lebens Camilla Belle (UNBEKANNTER ANRUFER) aus der Gefangenschaft eines verfeindeten Sklavenhaltervolkes befreien.

Auch Altstar Omar Sharif (HIDALGO – 3.000 MEILEN ZUM RUHM) hat in diesem Steinzeit-Phantasiegebilde eine Nebenrolle abbekommen…, doch dazu gleich mehr!


Verleih / Studio / Bild-und Textnachweis: Warner Bros.

10,000 B.C. , 5.0 out of 10 based on 7 ratings

1 Kommentar zu 10,000 B.C.

  1. Hallöchen
    Sehr gelungener Post. Da hat mich Bing mal wieder an einen genialen Blog geschickt.
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    Viele Grüße aus Phangan

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  1. 10.000 BC | Filmkritik

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