BURIED

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Der der ausschließlich in einem Sarg spielende Indie-Thriller BURIED – LEBEND BEGRABEN (Originaltitel: BURIED) wurde vom spanischen Regisseur Rodrigo Cortés in die Kinos gebracht und verlangt vom Zuschauer psychisch alles ab!

BURIED – LEBEND BEGRABEN

Filme die mit den Urängste der Menschen spielen gab es in der Vergangenheit schon einige.

Ich denke da an den auf wahren Geschehnissen basierenden Taucherfilm OPEN WATER, worin die beiden Protagonisten bei einem Tauchausflug einfach von der Schiffsmannschaft  „vergessen“ wurden. Oder auch der Psychothriller SUBLIME – dem Ärzte-und Krankenhausschocker schlecht hin. Selbst Julian Schnabel’s Drama SCHMETTERLING UND TAUCHERGLOCKE, der ebenso von einer authentischen Geschichte inspiriert wurde und einen Menschen zeigt, der in seinem eigenen Körper faktisch gefangen ist, kann dieser Kategorie zugeordnet werden.

BURIED

Aber ungleich entsetzlicher ist trotzdem die Vorstellung, buchstäblich lebendig begraben zu sein bzw. in völliger Dunkelheit in einem Sarg zu liegen…

Natürlich gab es auch zu diesem Horrorszenario bereits diverse Verfilmungen, allen voran der Klassiker DAS PENDEL DES TODES, nach einer Geschichte von Edgar Allan Poe. Jedoch nicht nur die virtuelle Filmwelt lässt in diesem Zusammenhang dem Zuschauer gerne die Haare zu Berge stehen, auch unsere eigene, reale Zeitgeschichte weiß von solchen Fällen zu berichten.

Lebend begraben

Eines der schlimmsten Beispiele geschah 1901: Während der Überfahrt auf einem Dampfer aus Westafrika erkrankte eine schwangere, junge Frau offensichtlich an Gelbfieber. Später, in einem Krankenhaus für Seuchen, ging es ihr immer schlechter, bis sie für tot erklärt und begraben wurde. Nur eine Krankenschwester blieb misstrauisch, weil die Frau bei der Beerdigung noch warm war und ihre Muskeln zuckten.

Der Vater der jungen Frau, dem das zu Ohren kam, ließ seine Tochter sofort exhumieren. Mit Entsetzen wurde festgestellt, dass sie noch im Sarg ihr Baby geboren hatte und mit ihm jämmerlich zu Grunde ging. Eine intensive Autopsie ergab zudem, dass die  Tochter kein Gelbfieber hatte und stattdessen im Sarg einfach erstickt ist…

So – und wem das alles nicht genug ist, der wird bei der zwar nicht realen, aber deshalb nicht minder gruseligen Geschichte des Regisseurs Rodrigo Cortés auf seine Kosten kommen: BURIED – LEBEND BEGRABEN, der Stoff aus dem Alpträume gemacht sind.

BURIED, Filmkritik

Der bei weitem nicht nur als Konzeptfilm geltende Thriller BURIED versprach im Vorfeld atemlose Spannung und Herzklopfen in Hitchcock-Manier bzw. a la COCKTAIL FÜR EINE LEICHE Psycho vom Feinsten.

Und das wurde promt erreicht! Obwohl man eigentlich kaum erwarten konnte, dass ein Film, der ausschließlich in einem verschlossenen Sarg und unter der Erde spielt, derart gegensätzlich spannend wie „unterhaltsam“ sein kann, wurde ich eines Bessern belehrt!

Regisseur Rodrigo Cortés (DIRT DEVIL) legt mit seinem zweiten Langspielfilm in punkto Inszenierung die Filmkunst-Messlatte hoch an. Und noch etwas ist erstaunlich: Neben Gänsehaut, bei angenehmen Kinotemperaturen, beinhaltet BURIED durchaus eine fast schon absurde Komik. Wer hätte das gedacht…

Diese gestaltet sich in Form von Gesprächen mit diversen Notrufmitarbeitern oder dem FBI bzw. in Monologen mit einer geduldigen Mailbox. Ja, was den Protagonist beinahe um den Verstand brachte, beschert dem Kinozuschauer tatsächlich eine Art mulmigen Galgenhumor…

In diesem Sinne: „Don`t worry, be happy“ – und unbedingt anschauen!

BURIED, Filminhalt

BURIED – LEBEND BEGRABEN schildert, wie der Amerikaner Paul Conroy (Ryan Reynolds, u.a. THE NINES, SELBST IST DIE BRAUT) während eines humanitären Einsatzes als LKW-Fahrer im Irak von Aufständischen entführt wird. Als Paul nach der Geiselnahme aus der Bewusstlosigkeit erwacht, liegt er  lebendig begraben in einem Sarg…

Nur mit dem Handy, einem Feuerzeug, einer Taschenlampe und ein paar weiteren Utensilien ausgestattet -aus deren Verwendung sich zudem erst nach und nach eine Art Schnitzeljagd ohne Bewegungsfreiheit entwickelt- bleiben Paul genau 90 Minuten, um den Wünschen seiner Entführer zu entsprechen. Diese fordern Lösegeld, das er über sein Handy und aus dem klaustrophobischen Gefängnis heraus beschaffen soll.

Ein wirklich grauenhafter Wettlauf mit dem Tod beginnt…


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Ascot Elite, Twenty Century Fox

BURIED , 9.5 out of 10 based on 4 ratings

2 Kommentare zu BURIED

  1. Buried ist absolut oberkrass.
    ich fühlte mich in der letzten Szene des Films als ob ich selbst in dem Sarg gelegen hätte-ich war total unter schock.
    Absolut mega gut!!!

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