SUBLIME

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Beim Stöbern in der Videothek unter der Rubrik „Horror“ viel mir ein Horro-Film in die Hände, der zwar 2007 in den DVD-Verleih kam, es aber und zu unrecht nicht bis auf die große Kinoleinwand gebracht hat.

SUBLIME ist Folter für die Logik: Ein Horrorfilm des Regisseurs Tony Krantz (u.a. WONDERLAND, THE BIG BANG) der vom Genre her jedoch eher den Psychothriller der Neuen Generation bedient. Sie auch: BURIED.

SUBLIME

Der Film wurde mit einem Minibudget gedreht und klug oder vermutlich so gewollt, wurden alle Rollen in SUBLIME von relativ unbekannten Schauspielern besetzt. Das Skript schrieb Erik Jendresen (u.a. das Kriegsdrama BAND OF BROTHERS).

Und wer sich schon den Bestseller und das Ärzte-Hasserbuch „Ein Insider packt aus“ von Werner Bartens reingezogen hat, um damit alle (Vor-) Urteile gegen die Halbgötter in Weiß aus erster Hand bestätigt zu bekommen, rundet mit dieser DVD all seine Klinik-Albträume ab.

SUBLIME auf DVD

Wer demnächst seinen 40. Geburtstag feiert, seine glückliche Ehe, seine harmonische Familie, seine souveränen Freunde und sein bisher geschaffenes Lebenswerk anzweifelt und zudem Kassenpatient ist sowie einen ambulanten Routineeingriff vornehmen lassen muss, der sollte den Film SUBLIME besser im Regal stehen lassen.

Wer hingegen bei FINAL DESTINATION so richtig in Fahrt kommt, MEMENTO zu blutarm fand, NIGHTMARE ON ELM STREET`s Philosophie  -wenn du im Traum stirbst, dann stirbst du auch im wirklichen Leben- nach wie vor verinnerlicht und das Ende von VANILLA SKY verstanden hat, dem sei die DVD SUBLIME wärmstens empfohlen.

SUBLIME, Filmkritik

Mit hörtechnisch feinstem Dolby Digital-Ton wird einer der großen Ängste des Menschen, das Gefühl „des ausgeliefert sein“, bedient und zu einem perfiden Paranoia­spaß stilisiert.

Das Möglich-Unfassbare wird mit zeitlupenähnlicher, surreale Gangart, gepaart mit der beklemmenden Filmmusik von Bird York & Co, zum echten Psychostressmotor.

Nach der mit-durch-littenen Tortour ist der Zuschauer über das end-gültige Schicksal des Protagonisten entweder erleichtert oder die weiterführenden Gedanken bereiten ihm eine schweißtreibende Nacht.

Fazit: Das amerikanische Gesundheitswesen macht seinem schlechten Ruf erneut alle Ehre. In Deutschland ist „SUBLIME“ natürlich nicht möglich! Oder??

Was dennoch bleibt ist die Gewissheit, dass es trotzdem immer wieder Einzelfälle geben wird, so wie die, wo Menschen plötzlich eine Million im Lotto abräumen…! Anmerkung der Redaktion: wobei mir Letzteres – dann entschieden lieber wäre…!!

SUBLIME, Filminhalt

Es sollte nur eine Routinedarmuntersuchung sein, doch im Anschluß ist für George Grieves (Tom Cavanagh) nichts mehr, wie es vorher war. Mit einer frischen Narbe am Bauch erwacht der 40-jährige auf einer abgelegenen Station des Krankenhauses aus der Narkose.

Auf seine Frage hin, berichtet Schwester Zoe (Katherine Cunningham-Eves) von kleineren Komplikationen während der OP, die für den Protagonisten im Laufe der Filmhandlung aber immer bedrohlicher und letztendlich zum Albtraum werden.

In einem komaähnlichen Zustand, von den Ärzten belogen, von Freunden sowie der Familie nicht verstanden und von den Anwälten verlassen, wird George zwischen ureigensten Ängsten, Schmerzen, Hoffnungen, Zweifeln und Begierden förmlich zerissen – bis zum folgerichtigsten und unvermeidlichen Ende…


Studio / Verleih / Bild-und Textachweis: Warner Bros.

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