ZIMMER 205

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Nach längerer Funkstille meldete sich der Filmemacher Rainer Matsutani (u.a. GANGS, 666-TRAU KEINEM, MIT DEM DU NICHT SCLÄFST) mit einem klassischer Geister-Thriller auf der Kinoleinwand zurück.

ZIMMER 205

Es ist das deutsche Remake des dänischen Horror-Thrillers ROOM 205 (Originaltitel: KOLLEGIENT) und wurde 2012 vollständig in Berlin und Umgebung gedreht.

ZIMMER 205, Besetzung

Jennifer Ulrich (WIR SIND DIE NACHT, DIE WELLE) ist in der Hauptrolle zu sehen. An ihrer Seite spielen André Hennicke (ANTIKÖRPER, EINE DUNKLE BEGIERDE) als Kommissar Urban und Julia Dietze (IRON SKY) als verschwundene Vormieterin.

Zumindest der im Grunde gute Cast könnte maßgeblich für Spannung sorgen und die Sogkraft der Geschichte wirken lassen. Tut’s aber nicht – siehe Filmkritik.

ZIMMER 205: Traust du dich rein?

Eine ganze Reihe deutscher Horror- und Mysteryfilme schafft es derzeit auf die Leinwände unserer Kinosäle – doch wirklich heimisch wollen die wenigstens werden. So schielt auch ZIMMER 205 vordergründig nach altbekannten Vorbildern aus Übersee und diese wiederum bieten ohnehin nur allzu oft bemühte Klischees bzw. wenig Genre-Innovatives.

„Ich habe eine große Affinität zum Thriller im Besonderen und zum Genrekino im Allgemeinen“, erzählt Boris Schönfelder, der Produzent von ZIMMER 205. „Film noir bildete meinen Studienschwerpunkt, auch in meiner Abschlussarbeit habe ich mich damit befasst. Das Crime-Genre sagt mir also durchaus zu. Und sicherlich spielt dann auch das Grenzgebiet des Horrorfilms da mit rein.“

Auf den Stoff aufmerksam wurde Schönfelder, als er wie üblich die Kinocharts der deutschen Nachbarländer studierte. „Da wundert man sich manchmal, was da alles fantastisch läuft, und man findet immer kleine Schätze, wenn man genauer hinguckt“, erzählt er. In diesem Fall stieß Schönfelder auf einen dänischen Horrorfilm, der in seinem Heimatland ausgezeichnete Zahlen schrieb: KOLLEGIET von Martin Barnewitz aus dem Jahr 2007.

ZIMMER 205, Filmkritik

ZIMMER 205 soll ein Remake des erfolgreichen, dänischen Horrorfilms sein? Dabei herausgekommen ist aus meiner Sicht ein verkrampfter Hollywoodstreifen, der zu dem einfach nur billig wirkt!

Somit ist leider ein weiteres Mal der Beweis erbracht, dass die heimische Filmindustrie zumindest diesem Genre nach wie vor bzw. im Vergleich zu internationalen Produktionen bestenfalls hinterher hinkt.

Fazit: Weder Atmosphäre noch wirklich schockierende Effekte und erst recht keine Figuren, die einem aus dem Kinosessel reißen. Somit wirkt der Film wie ein Brühwürfel einer Instantsuppe – total vergeblich und fast geschmacklos…

ZIMMER 205, Bilder

ZIMMER 205, Filminhalt

Katrin (Jennifer Ulrich) kann es kaum erwarten, mit ihrem Studium zu beginnen. Endlich weg von zu Hause und der Aufsicht des überfürsorglichen Vaters, endlich weg von einer düsteren Vergangenheit – ein neuer Lebensabschnitt soll beginnen!

Sie zieht in ein Studentenwohnheim, stürzt sich ins Unileben und lernt schnell eine Clique aus höheren Semestern kennen. Dass ihre Vormieterin spurlos verschwunden ist, kümmert sie zunächst wenig…

Doch kurz darauf findet sie das Videotagebuch der Vermissten, das ein grausames Licht auf ihre neue Clique wirft. Katrin versucht herauszufinden, was im Zimmer 205 passiert ist und weckt durch ihre Neugier die Dämonen der Vergangenheit. Was versuchen sie zu vertuschen?

Ein unerklärlicher Bann zwischen ihr und der Verschwundenen sorgt für mysteriöse Todesfälle und plötzlich steht Katrin im Zentrum der polizeilichen Ermittlungen. Dabei schwebt sie selbst in größter Lebensgefahr.


Studio / Verleih / Bild- und Textnachweis: Neue Schönhauser Filmproduktion, NFP

ZIMMER 205 , 7.4 out of 10 based on 15 ratings

2 Kommentare zu ZIMMER 205

  1. Mysterie at his Best. Endlich scheint auch Deutschland das Potenzial des Horrorgenres erkannt zu haben und legt mit „Zimmer 205 – Traust Du Dich rein?“ einen grundsoliden Hochglanz-Schocker auf, der sich im internationalen Vergleich nicht zu verstecken braucht.

    Schluss mit den Zeiten, in denen sich Deutschland allein nur der Arthaus- und Dramenschiene bedient. Das kommende Remake des dänischen Gruselstreifens „Room 205 – Kollegiet“ aus dem Jahre 2007 ist die vermutlich erste Horror-Neuverfilmung aus Deutschland. Vermutlich stellst sich hierbei dem Filmfreund geschwind die Frage, ob das was da aus deutschen Gefilden kommt, denn auch seh- und ertragbar ist. Ja, ist es. Bereits 2001 bewiesen deutsche Filmemacher mit dem erfolgreichen „Anatomie“, dass es durchweg auch produktiv sein kann, altbewährte Genre-Zutaten in einen neuen Background zu verfrachten. Mit dem deutschen Slasher-Auftakt „Anatomie“ konnte Deutschland bereits schon einmal beweisen, dass nicht nur die Amerikaner das Jonglieren mit Kunstblut virtuos beherrschen.

    Auch „Zimmer 2005“ ist ein ziemlich gelungenes Filmchen, dass sich der interessierte Horrorfilmfreund mit Hang zu mysteriösen Geschichten nicht entgehen lassen sollte.

    Die komplette Review jetzt auf Filmcheck: filmchecker.wordpress.com/2013/03/11/filmreview-zimmer-205-2011/

  2. Habe mir den Film auch angesehen, was sich als gar nicht so einfach erwies! In 90% der Kinos in Bayern läuft der gar nicht und wo er gezeigt wird, da nur zu asozialen Uhrzeiten, also nach 22 Uhr und dann kommt natürlich noch ne Viertelstunde Werbung dazu. Wir saßen mit ner Handvoll Leute im Saal. Eigentlich echt Schade. Der Streifen hat eine größere Resonanz verdient!

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