DER HYPNOTISEUR

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Ein im Grunde thematisch spannender, aber was die Umsetzung betrifft leider überfrachteter, skandinavischer Thriller!

DER HYPNOTISEUR

Entweder man arbeitet für den Massengeschmack und hat ein entsprechendes Budget für einen Popcornfilm, oder man kümmert sich nicht um den Massengeschmack und muss mit einem sehr viel kleineren Budget auskommen. Dies bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass anspruchsvolle Filme mit „kleinen“ Budgets nicht auch erfolgreich sein können.

Im Gegenteil – gemessen an dem Gewinn pro investiertem Euro haben sie es leichter erfolgreich zu sein als grosse Produktionen!

DER HYPNOTISEUR, die Adaption von Lars Keplers Bestseller

DER HYPNOTISEUR (Originaltitel: Hypnotisören) ist ein solch‘ kleineres Projekt, das nach dem großen internationalen Bestseller von Lars Kepler fürs Kino adaptiert wurde. Regie führte Lasse Hallström (CHOCLAT, SCHIFFSMELDUNG), der nach 20 Jahren im Hollywood-Moloch erstmals wieder in seinem Heimatland Schweden auf dem Regiestuhl platz nahm.

DER HYPNOTISEUR, Besetzung

In den letzten Jahren hat sich der Schwedenkrimi mit Autoren wie Henning Mankell, Stieg Larsson, Arne Dahl und Lars Kepler fest auf dem Buchmarkt etabliert. Die Werke erzielen weltweit Auflagen in Millionenhöhe.

So zeigte die Verfilmung der Millennium- Trilogie von Stieg Larsson und das US-Remake VERBLENDUNG, dass die schwedischen Krimistoffe auch auf der Kinoleinwand nicht an Faszination einbüßen und ein breites Publikum durchaus begeistern – können.

Um es ein wenig vorweg zu nehmen: Der wenig gelung umgesetzte Vorlagen-Plot wurde zumindest prominent mit Mikael Persbrandt (IN EINER BESSEREN WELT) und Lena Olin (DIE NEUN PFORTEN) besetzt. Das Drehbuch schrieb der international noch nicht in Erscheinung getretene Autor Paolo Vacirca. Als Produzenten zeichnen die Macher von WIE IM HIMMEL und GILBERT GRAPE verantwortlich.

DER HYPNOTISEUR, Filmkritik

Filmemacher Lasse Hallström setzte mit DER HYPNOTISEUR erstmals einen Krimistoff um und hat diese tolle Chance ziemlich vertan. Somit bleibt anzumerken, dass Hallström vielleicht doch eher die seichte Hollywood-Kinounterhaltung (siehe Artikel: SAVE HAVEN) in Zukunft bedienen sollte, da er dort und augenscheinlich das größte Talent besitzt.

DER HYPNOTISEUR beginnt zwar vielversprechend und dem Genre gerecht mit einer wahrhaft blutigen Szenerie, doch verzettelt sich Hallström völlig und macht daraus ein eher sozialkritisches Familiendrama. So lassen höchstens die vielen, grusligen Ungereimtheiten im weiteren Verlauf der Handlung dem Zuschauer die Haare zu Berge stehen.

Zudem schafft der Regisseur es nicht, die Charaktere trotz einer Top-Besetzung dreidimensional wirken zu lassen.

Und wie schon in seinem Romantik-Drama LACHSFISCHEN IM JEMEN geht der Kinobesucher am Ende der zähen mehr als zwei Stunden Laufzeit erneut mit dem Gedanken aus dem Kino, dass GOTTES WERK UND TEUFELS BEITRAG (1999) wohl sein bester Film bleiben wird…

DER HYPNOTISEUR, Bilder

DER HYPNOTISEUR, Filminhalt

Schnee ziert die Dächer von Stockholm – Weihnachten steht vor der Tür.

Ein plötzlicher Anruf reißt Erik Maria Bark (Mikael Persbrandt) schlagartig aus dem Schlaf. Kriminalkommissar Joona Linna (Tobias Zilliacus) bittet ihn, einen Jungen unter Hypnose zu verhören, dessen Familie kurz zuvor brutal ermordet aufgefunden wurde.

Widerwillig lässt sich Bark auf die Sache ein. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren…


Studio / Verleih / Bild- und Textnachweis: Sonet Film AB, PROKINO

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