LACHSFISCHEN IM JEMEN

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Mit einer gehörigen Portion schwarzen britischen Humors wird eine vielschichtige Geschichte über drei sehr unterschiedliche Menschen erzählt, die trotz vieler Widrigkeiten an einem verrückten Projekt festhalten…

LACHSFISCHEN IM JEMEN

Die Wüstenregion Jemen, auf der arabischen Halbinsel, wird wohl jeder, der ein bisschen in Erdkunde aufgepasst hat, eher mit sengender Sonne, Dürre und Armut als mit überdurchschnittlichen Regenfällen, wilden Gebirgsflüssen oder gar reichen Lachsgründen für Angler in den Zusammenhang bringen.

Auf der anderen Seite sind es aber gerade die mit Erdöl zu Reichtum gekommenen arabischen Wüstensöhne, die nicht nur ausgeprägte Vorlieben für extravagante Bauwerke ausleben, wie in Dubai das Burj Al Arab (mit 818 Metern das höchste Bauwerk der Welt) oder wissenschaftliche Visionen (in Grönland Ananas züchten) verwirklichen, sondern nebenher auch kostspieligen und außergewöhnlichen Hobbys nachgehen – wie beispielsweise „Schlittschuhlaufen in der Wüste“ (das Ice Rink in Dubai).

LACHSFISCHEN IM JEMEN, im Kino

Weshalb also nicht auch Lachsfischen im Jemen?!

Zugegeben, der Titel der britischen Komödie LACHSFISCHEN IM JEMEN (Originaltitel: Salmon Fishing In The Yemen), die der schwedische Regisseur Lasse Hallström in Szene setzte, mag trotzdem befremdlich klingen, beinhaltet aber ungeachtet dessen sogar eine Romanvorlage. Der Film LACHSFISCHEN IM JEMEN basiert auf  dem gleichnamigen Buch des 1946 geborenen, englischen Autors Paul Torday.

Autor Paul Torday

Paul Torday lehrte Englische Literatur am „Pembroke College“ in Oxford und ist seit mehr als 15 Jahren ein begeisterter Lachsfischer. Demzufolge lag es wohl sehr nahe, darüber auch ein Buch zu schreiben und entstanden ist tatsächlich eine vergnüglich zu lesende Lektüre, die nicht nur für alle begeisterten Angler interessant sein dürfte, sondern selbst für jene, die einen Angler begleiten und daher viel Muße zum Lesen haben…

LACHSFISCHEN IM JEMEN, Besetzung

Die Besetzungsliste hingegen ist klingt hingegen weniger befremdlich – eher vielversprechend und würde damit auf eine gute Adaption hoffen – lassen: Neben Ewan McGregor (DER GHOSTWRITER, PERFECT SENSE, HAYWIRE) sind Emily Blunt (DER TEUFEL TRÄGT PRADA, DER PLAN), Amr Waked (CONTAGION) und die Neuentdeckung Harriet Chetwode-Talbot zu sehen.

Das Drehbuch zum Film LACHSFISCHEN IM JEMEN verfasste Simon Beaufoy, der bereits die Vorlage des Schriftstellers Aron Ralston für das Bergsteiger-Drama 127 HOURS bearbeitete.

Regisseur Lasse Hallström

Der Filmemacher Lasse Hallström kann durchaus als ein Veteran auf dem Gebiet der Literaturadaption bezeichnet werden.

So stammen aus seiner Regie die Verfilmungen von John Irving‘ s Meisterwerk GOTTES WERK UND TEUFELS BEITRAG oder DAS LEUCHTEN DER STILLE, vom Autor Nicholas Sparks. Aber auch Meilensteine des Musik-Kinos, wie etwa ABBA – DER FILM, die zuckersüße Komödie CHOCOLAT, das Herz-Schmerz-Hunde-Drama HACHIKO oder das Drama SCHIFFSMELDUNG, machten ihn weit über Schwedens Grenzen hinaus bekannt und geschätzt.

LACHSFISCHEN IM JEMEN, Filmkritik

Kurz und knapp: LACHSFISCHEN IM JEMEN ist kein Kino-Highligth, bestenfalls Rosamunde Pilcher-TV-Verschnitt und das trotz Star-Regisseur, einem Hauptprogagonisten namens Ewan McGregor und der im Gegensatz wirklich guten Romanvorlage. Schade, schade!

LACHSFISCHEN IM JEMEN, Bilder

LACHSFISCHEN IM JEMEN, Filminhalt

An den Fischerei-Experten Dr. Fred Jones (Ewan McGregor) wird von dem charismatischen Scheich Muhammad ibn Zaidi bani Tihama (Amr Waked) die Idee herangetragen, im Jemen etwas scheinbar Unmögliches zu vollbringen: Tausende wilde Lachse sollen aus Schottland in die Wadis umgesiedelt werden. Jones reagiert zuerst sehr skeptisch.

Nachdem ihm aber mehr und mehr die „vernünftigen“ Gegenargumente ausgehen und der Preis für diesen vermeintlichen Irrsinn anscheinend keine Rolle spielt, sowie die bildschöne Immobilienberaterin Harriet Chetwode-Talbot (Emily Blunt) an Jones‘ Seite gestellt wird, lässt er sich auf die gewagte, exzentrische Herausforderung von Muhammad ibn Zaidi bani Tihama ein.

Im Laufe des Projekts, welches den jemenitischen Landsleuten des Scheichs die britische Begeisterung für das Fliegenfischen nahebringen soll, verliebt sich Jones dann nicht nur in Harriet, sondern er lernt auch, welche Auswirkungen das Fischen -über den Moment der Entspannung hinaus- auf die Menschen jenseits allen Klassen- und Rassedenkens haben kann.

Weil jedoch ein Berater des britischen Premierministers von dem Projekt Wind bekommt, und versucht möglichst viel medienwirksame Publicity für sich daraus zu schlagen, es gar zu einem Politikum macht, bringt dieser alle in Gefahr…


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Concorde

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