MIDNIGHT IN PARIS

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Nach den Metropolen London und Barcelona nun die Stadt der Liebe – Paris!

MIDNIGHT IN PARIS

In der Komödie MIDNIGHT IN PARIS verirrt sich der amerikanische Drehbuchschreiber Gil, dessen sehnlichster Wunsch es wäre, nur einmal seinen Idolen wie Ernest Hemingway oder F. Scott Fitzgerald zu begegnen, im neuzeitlichen Paris.

Doch kurz nach Mittenacht, zur Geisterstunde, erfüllt sich dieser Traum und Gil begegnet tatsächlich Fitzgerald, während Cole Porter am Klavier sitzt. Eine Kneipentour mit selbigen führt ihn schließlich zu Hemingway, der ihn sogar mit der US-amerikanischen Schriftstellerin Gertrude Stein, der Muse von Picasso, Braque und Modigliani, bekannt macht…

Paris, die Stadt der Liebe

Selbst für all jene, die noch nie in Paris waren, steht der Name gleichbedeutend für pure Magie und Woody Allen hätte keinen besseren Handlungsort für seine neue romantische Komödie finden können: Paris ist die Stadt mit einer einzigartigen Mythologie und Vergangenheit. Sie ist berühmt für die außergewöhnliche Schönheit ihrer Straßen, Boulevards und Gärten, sowie für die verschwenderische Pracht, die sich in ihren zahlreichen Museen finden lässt.

Überall hallt hier Geschichte wieder. Von bedeutenden politischen und kulturellen Ereignissen angefangen, bis hin zur Aura ihrer legendären Restaurants und Cafés. Und an wie keinem anderen Ort dauert die Vergangenheit an – leuchtet geradezu taghell in dieser Stadt. Das macht Paris geradezu ideal für die Geschichte eines Mannes, der danach strebt, seine Gefühle neu zu beleben bzw. den Lebensweg zu korrigieren…

MIDNIGHT IN PARIS, Besetzung

In der gleichermaßen dialogwitzigen wie berauschenden Liebeserklärung an die Traum-Stadt sind Owen Wilson (MARLEY & ICH), Rachel McAdams (SHERLOCK HOLMES) sowie die Oscar-Gewinner Marion Cotillard (INCEPTION), Kathy Bates (TITANIC) und Adrien Brody (DER PIANIST) zu sehen.

Zudem hat Frankreichs First Lady, Carla Bruni, einen Gastauftritt.

MIDNIGHT IN PARIS, Filmkritik

Der erste komplett in Paris entstandene Film von Woody Allen ist meiner Meinung nach zwar nicht sein bestes Werk, aber nach dem Thriller MATCH POINT (2005) ist MIDNIGHT IN PARIS zumindest ein romantisch-hinreißendes Großstadtmärchen, das durchaus auf Augenhöhe mit dem wunderbaren Film VICKY CRISTINA BARCELONA (2008) liegt.

So nimmt die inzwischen 42. Regiearbeit des legendären Filmemachers, der 2010 seinen 75. Geburtstag feierte, uns auf eine kleine visuelle Reise in Punkto französische Lebensart mit, welche zudem die Künstler-Dekadenz von Paris der 20er Jahre aufs Filmkorn nimmt.

Und dabei wird weder ein hintergründiges Drama inszeniert, noch deren Protagonisten in ein persönliches Unglück gestürzt. Das kann man als oberflächlich bezeichnen – aber ist auf jeden Fall dabei sehr unterhaltsam.

Fazit: Woody Allen schuf erneut eine sommerlich-leichte Komödie, die sich niemandem aufzwingt.

MIDNIGHT IN PARIS, Filminhalt

Der erfolgreiche Hollywood-Drehbuchautor Gil (Owen Wilson) und seine Verlobte Inez (Rachel AcAdams), ein Mädchen aus wohlhabendem, konservativem Hause, werden von deren Vater (Kurt Fuller) eingeladen, den Urlaub in Paris zu verbringen.

Das trifft sich gut, denn seit seiner Jugend schwärmt Gil bereits für diese Stadt und im Besonderen für die Künstlerszene aus den Zwanzigern. Nur Inez hat wenig Verständnis für diese Schwärmerei.

So ist Gil verdammt, in teuren Edelrestaurants die reaktionären politischen Ansichten seines Schwiegervaters in spe anzuhören, der seine Abscheu für das „liberale Leichtgewicht“ kaum noch verhehlen kann…

Ziemlich frustriert über die unbefriedigenden Fortschritte an seinem ersten Roman und der zudem langweiligen Arbeit für oberflächliche Popcornfilme, macht Gil sich deshalb eines Abends allein auf Spurensuche zu den Vorbildern aus der Vergangenheit. Dabei verirrt er sich in den Straßen von Paris – aber etwas Wundersames geschieht: Gil wird von einer Limousine aufgelesen, die ihn geradewegs in die „Roaring Twenties“ fährt, dorthin, wo einst all die legendären Künstler wirkten…

Als er am nächsten Tag in seinem Hotelzimmer erwacht, kann Gil nicht glauben, dass ihm das wirklich passiert sein soll.

Begeistert erzählt er Inez, dass er etwas Unfassbares erlebt habe und fordert sie auf, ihn am Abend an die besagte Stelle zu begleiten, wo er abgeholt wurde. Tatsächlich warten sie dort. Und warten. Und warten. Bis es Inez kurz vor Mitternacht zu viel wird…

Aufgebracht stürmt sie davon und lässt Gil alleine zurück. Wenige Minuten später schlägt die Kirchturmuhr wieder zwölf Mal. Wieder fährt die Limousine vor.

Erneut wird Gil in die Vergangenheit transportiert. Hemingway begrüßt ihn wie einen alten Bekannten, Gertrude Stein ist kritisch, lobt ihn aber für sein schriftstellerisches Talent und seine ungewöhnliche Weltsicht. In einer Kneipe treffen sie Picasso und dessen Muse Adriana (Marion Cotillard).

Ihr Anblick verschlägt Gil den Atem: Nie zuvor hat er eine so schöne und interessante Frau gesehen, sofort fühlt er seine Kreativität beflügelt. Damit nicht genug: Das Interesse ist gegenseitig. Adriana ist so fasziniert von Gil, wie er von ihr. Er will es sich nicht eingestehen, aber Gil hat sich Hals über Kopf verliebt…


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Concorde Filmverleih

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