I AM LEGEND

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Richard Mathesons Roman „I am Legend“ erschien 1954 und wurde unter jeweils anderen Titeln seit 1964 schon zweimal verfilmt. Nach Vincent Price in THE LAST MAN ON EARTH und 1971 Charlton Heston in THE OMEGA MAN, ist nun Will Smith (u.a. SIEBEN LEBEN) im Einzelkämpfer – Epos I AM LEGEND bzw. als letzter Mensch auf der Erde zu sehen.

I AM LEGEND

Das Drehbuch lieferte der Autor Richard Matheson, der schon einen bekannten Namen in der einschlägigen Fantasy-, Horror- und Science-Fiction-Szene hat: u.a. Roger Cormans: DER RABE und Steven Spielberg’s Kriegsdrama ENEMY AT THE GATES (deutscher Filmtitel: DUELL) von 2001.

Nicht nur dadurch hätte die Neuverfilmung eine der spannendsten Science-Fiction-Kinoerlebnisse des Jahres 2008 werden könnte. Doch wie gesagt nur wenn – denn die Regiearbeit von Francis Lawrence (DIE TRIBUTE VON PANEM – CATCHING FIRE) war wohl allzusehr auf seinen Protagonisten Will Smith fixiert. Somit entstand ein leider nur mäßig spannender „Vampir-Film“, der sich zudem nach der Hälfte der Spielzeit total „ausgesaugt“ präsentiert.

I AM LEGEND, Filmkritik

Die Endzeitbilder des vermeidlich letzten Überlebenden, einem Mann der mit seinem Schäferhund durch die Strassen des verlassenen New Yorks zieht, sind tatsächlich apokalyptisch und technisch perfekt in Szene gesetzt. Wer diese dramaturgisch umgesetzte Endzeitstimmung mag, wird augenscheinlich auf seine Kosten kommen.

Doch wie schon so oft kritisiert und diskutiert, bleibt die eigentliche Geschichte im Vergleich zum Buch meilenweit auf der Strecke. Wer den Roman gelesen hat, wird sich also eher über die Verfilmung als vor den im Szenario auftauchenden Vampiren „gruseln“.

Aber ein Kinofilm muß sich ja nicht immer bis ins letzte Detail und originalgetreu an der Vorlage orientieren, sondern soll in erster Linie unterhalten. Und über Geschmack lässt sich zudem trefflich streiten. Somit habe ich unterm Strich, weitaus schlechtere, aber vor allem kitschigere Umsetzungen des Genres gesehen! Ich sage nur: Roland Emmerich – DAY AFTER TOMORROW oder 10.000 BC (Schlimmer geht`s nimmer!)

Fazit: I AM LEGEND bietet zumindest in der ersten Hälfte des Films unglaublich atmosphärisch, bildgewaltige Aufnahmen. Bewußt wurde szenenweise dabei ohne „Musikuntermalung“  gearbeitet, um einen schon fast meditative Charakter zu erzeugen.

Bedauerlicherweise ist jedoch die Kritik an den utopischen, wissenschaftlichen Experimenten (Forschung an einem hochwirksamen Anti-Krebs-Virus), selbst über die bekannten Hollywood-Scipte hinaus, zu einfach gestrickt und deshalb kann selbst Will Smith die Story nicht wirklich retten…

I AM LEGEND, Filminhalt

Als ein von Menschenhand entwickeltes Virus droht die Erdbevölkerung auszulöschen, sucht eine Gruppe von Wissenschaftlern, unter der Leitung von Robert Neville (Will Smith), fieberhaft nach einem Gegenmittel.

Doch die Bemühungen sind vergeblich, niemand vemag das Massensterben zu verhindern und einzig Neville überlebt die Epidemie. Er und sein Hund scheinen immun gegen den Erreger zu sein. Gemeinsam streifen sie auf Nahrungssuche tagsüber einsam durch die Ruinen der Stadt New York City.

Ganz anders stellt sich die Situation in der Nacht dar: Lichtscheue Mutanten lauern in den Gebäuden, warten nur auf einen unachtsamen Moment, um blutige Gelüste zu stillen. Aber Neville gibt nicht auf, experimentiert sogar mit diesen Kreaturen und versucht ein Mittel zu finden, dass diesem grausigen Spuk ein Ende setzt…


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Warner Bros.

I AM LEGEND, 6.8 out of 10 based on 6 ratings

1 Kommentar zu I AM LEGEND

  1. Absolut richtige Kritik. Tolle Atmosphäre und Bilder – in der 1. Hälfte. Sobald die Monster-Slashung startet verschwimmen Kritik und Stimmung in zu simpler und dem Film unwürdiger Action.

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