MY BLUEBERRY NIGHTS

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Für alle Norah Jones-Fans (Jazz-Sängerin und Grammy-Preisträgerin) und welche, die es noch werden wollen, ist das Roadmovie und Drama MY BLUEBERRY NIGHTS trotz vordergründiger Schwächen, sicher ein „must be“, zumal der chinesische Meisterregisseur Wong Kar Wai (u.a. 2046, IN THE MOOD FOR LOVE) damit dem Publikum seinen ersten, englischsprachigen Film präsentiert.

MY BLUEBERRY NIGHTS

MY BLUEBERRY NIGHTS war der Eröffnungsbeitrag des 60. Filmfestival von Cannes 2007.

So richtig aufmerksam wurde ich auf den Film jedoch erst im Zusammenhang mit dem ansprechenden Filmplakat: Es zeigt den Ausgangspunkt der Geschichte bzw. die mittlerweile schon fast legendäre Kussszene. Eine zentrale und wichtige Kameraeinstellung gleich zu Beginn des Films, in der Jude Law der schlafenden Norah Jones einen zarten Kuss gibt und die verschiedene Interpretationen für den Zuschauer zulässt.

Und das wiederum beweist, dass wir manchmal und durchaus auch subjektiven Einflüssen „erlegen“ sind, denn vor allem die Farbgestaltung hatte mich neugierig gemacht – ja fast sogar magisch angezogen. Jedoch objektiv und im Nachhinein betrachtet, erfüllte das MY BLUEBERRY NIGHTS meine im Vorfeld dadurch angesetzten, hohen Erwartungen eher nicht…! That’s life…

MY BLUEBERRY NIGHTS, Filmkritik

Da man(n) die Musik von Nohra Jones kennt, hätte man(n) eigentlich schon erahnen können, wie sich die Grundstimmung und das Tempo des Films gestaltet bzw. wie es sich für den Betrachter „anfühlt“. Ein Feuerwerk des Cutters darf der Zuschauer jedenfalls nicht erwarten…!

Oder mit anderen Worten: Obwohl sich Norah Jones in ihrem Leinwanddebüt durchaus schauspielerisch wacker und natürlich musikalisch ohne Fehl und Tadel gibt, plätschert das Geschehen zu gemächlich dahin. Die daraus entstehende, langatmige Dramaturgie wird nur Fans von Nora nicht wirklich stören.

Dabei hatte ich -wie gesagt- bei der weiteren, hochkarätigen Besetzung: Jude Law (u.a. CONTAGION, 360), David Strathairn (WE ARE MARSHALL), Rachel Weisz (THE FOUNTAIN) und Natalie Portman (GOYAS GEISTER) einfach mehr erwartet. Selbst wenn die Kameraarbeit als überzeugend, phantasievoll und experimentierfreudig gelten kann und vieles ansprechend(er) macht, sollte dies aber nicht das ausschließliche Credo eines Films sein!

Versöhnliches Fazit: MY BLUEBERRY NIGHTS, ein Drama, das den Weg, die Reise einer jungen Frau durchaus anschaulich und bewegend nachvollzieht und zeigt, dass manchmal nur EIN Kuss das ganzes Leben verändern kann…

MY BLUEBERRY NIGHTS, Filminhalt

Foto: 20th Century Fox
Elizabeth (Norah Jones) ist Stammkundin in einer kleinen New Yorker-Cafeteria. Jeden Abend bestellt sie ein Stück Blaubeerkuchen und philosophiert mit Jeremy (Jude Law), dem Cafebesitzer, Nächte lang über Beziehungsstress, Liebeskummer und einen geheimnisvollen Glasbehälter voller Wohnungsschlüssel. Hinter jedem dieser Schlüssel steht eine wechselvolle und meist traurige Geschichte der ehemaligen Besitzer…

Eines Tages und nachdem ihr Freund sie nach fünf gemeinsamen Jahren verlassen hat, gibt auch Elizabeth den Schlüssel zur Wohnung ihres Ex-Freundes in die besagte, großen Glasschüssel zur Aufbewahrung ab und verschwindet ohne ein Wort oder weitere Erklärung aus der Stadt. Wie Jeremy später erfährt, ist Elizabeth kurzentschlossen zu einem Trip quer durch die USA aufgebrochen, um für sich und in ihre gescheiterte Beziehung einen Neuanfang zu finden.

Die Reise folgt stationsweise der legendären Route 66 und Elizabeth trifft auf dem Weg der Selbstfindung auf die unterschiedlichsten Menschen und Charaktere: Wie z.B. den liebeskranken Cop Arnie (David Strathairn) und die Glückspielerin Leslie (Rachel Weisz). Doch während der ganzen Zeit hält Elizabeth auch mit Jeremy Kontakt. Sie schickt ihm regelmäßig Postkarten mit ihren Gefühlen und Gedanken – also eine Art Reisetagebuch.

Und all diese Begegnungen lassen einen Entschluss für ihre Zukunft reifen, sprich, wo Elizabeths Trip enden wird…


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Prokino, 20th Century Fox

MY BLUEBERRY NIGHTS , 7.9 out of 10 based on 7 ratings

2 Kommentare zu MY BLUEBERRY NIGHTS

  1. Trotzdem bleibt der Film ein Juwel, vielleicht eher eins für Frauen, aber es soll auch Männer geben, die pure Genießer sind!

  2. Ja, was will Mann mehr?: Jazz-Elfe Norah Jones auf Selbstfindungstrip durch Amerika oder was möchte Frau?: Traummann Jude Law wartet mit Kuchen ;)

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