DIE ZWEIGETEILTE FRAU

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Basierend auf der exzentrischen Lebensgeschichte eines New Yorker Star-Architekten, enstand 2007 unter der Regie von Claude Chabrol, dem Altmeister des französichen Kinos, das Erotic-Drama DIE ZWEIGETEILTE FRAU (Originaltitel:LA FILLE COUPÉE EM DEUX).

DIE ZWEIGETEILTE FRAU, Besetzung

Erzählt wird die tragische Dreiecksbeziehung zwischen dem notgeilen, alternden Schriftsteller Charles (Francois Berléand, u.a. UND NEBENBEI DAS GROSSE GLÜCK, DAS KONZERT), dem reichen und als Partylöwen bekannten Erben Paul (Benoît Magimel), sowie der überaus attraktiven und jungen jedoch ein bisschen naiven TV-Wetterfee, Gabrielle (Ludivine Sagnier).

DIE ZWEIGETEILTE FRAU

Ja, es ist schon manchmal ganz schön heftig, was Claude Chabrol der Hauptdarstellerin Ludivine Sagnier in dem Film DIE ZWEIGETEILTE FRAU zumutet.

Aber der Regisseur war noch nie zimperlich bei der Ausdrucksform in seinen Werken. Schon immer erkundete er mit scharfem Blick und entlarvenden Kommentaren die Abgründe der besseren Gesellschaft. Das Drama DIE ZWEIGETEILTE FRAU bildet da keine Ausnahme.

So muss sich diesmal Ludivine Sagnier als Pfau für die Sexfantasie eines älteren Herren verkleiden und kniet demütig, unterwürfig und willenlos, nur mit Federschmuck am Po vor ihm und lässt in der Hoffnung auf Liebe – ihre Würde verkümmern…

DIE ZWEIGETEILTE FRAU, Filmkritik

Vom Meister der Gesellschaftsanalyse Cloud Chabrol (u.a. FATALE BEGIERDE) wird der Zuschauer gern in die Welt des schönen Scheins, der Täuschung und der sexuellen Reize (ent)geführt. Und dabei ist die genüßliche und präzise Darstellung der krankhaften Abgründe des Bürgertums genau sein Metier.

Im Film DIE ZWEIGETEILTE FRAU schraubt der Regisseur den Hohn für die bessere Gesellschaft indes zu ungeahnten Höhen: Getreu dem Motto – die wahren Verbrechen geschehen gemäß dem Protokoll des guten Benehmens und des schönen Scheins, besonders im Luxus der Klassenoberschicht.

Somit inszenierte auch diesmal Claude Chabrol eine bitterböse Ménage à trois und Frankreichs Top-Schauspielgarde glänzt in dieser Leidenschaftstragödie. Zynisch, bissig und elegant liefert Chabrol eine messerscharfe Analyse der Gegenwart, die bis in die Nebenrollen und die Details perfekt ausgestattet ist.

DIE ZWEIGETEILTE FRAU, Filminhalt

Foto: Concorde

Sofort hatte sich Paul in Gabrielle verliebt. Er wird nicht müde, seine Liebesschwüre ihr ins Ohr zu flüstern – serviert ihr die Welt auf dem berühmten, silbernen Tablett.

Als Gegenspielerseite fungiert der faszinierende, hochgelobte und Gabrielle mit geistreichen Worten umschmeichelnde Charles, der jedoch verheiratet ist, sie aber trotzdem gern als Dauer-Liaison und zum Ausleben seiner Fantasien für sich allein haben möchte.

So pendelt Gabrielle scheinbar willenlos zwischen ihren Gefühlswelten, den Männern hin und her und aus der selbstbewusste, lebenslustige Frau wird ein willenloses Spielzeug.

Als Charles sich doch entscheidet bei seiner Frau zu bleiben, dass Verhältnis beendet und sie die Rolle der abgelegten Geliebten verinnerlichen muß, spitzt sich die Situation zu, denn zu allem Überfluss sind Paul und Charles absolute Intimfeinde…


Studio / Verleih / Bild- und Textnachweis: Concorde

DIE ZWEIGETEILTE FRAU, 8.3 out of 10 based on 3 ratings

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