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FEUCHTGEBIETE

 FEUCHTGEBIETE
Kinovorschau - Filmkritik für FEUCHTGEBIETE
Geschrieben von am 30.09.2013
Gelesen: 26878 · Heute: 4 · Zuletzt: 20. April 2014
Redaktionswertung: Post Rating 2 von 5 Sternen FEUCHTGEBIETE

Die Quasi-Komödie FEUCHTGEBIETE ist die Verfilmung von Charlotte Roches gleichnamigen und in jeder Hinsicht triefenden Groschenromans. InhaltFEUCHTGEBIETE, FilmkritikFEUCHTGEBIETE, MusiktrailerFEUCHTGEBIETEFEUCHTGEBIETE, im KinoFEUCHTGEBIETE, BesetzungFEUCHTGEBIETE, BilderFEUCHTGEBIETE, FilminhaltCharlotte RochePressestimmen zum Buch FEUCHTGEBIETE, Filmkritik FEUCHTGEBIETE , ab 22. August 2013 im Kino, besteht vorrangig aus Klo- und Krankenhausszenen und setzt wie bereits der Roman fast ausnahmslos auf den Voyeurismus eines […]

Regie: David Wnendt - Drehbuch: Claus Falkenberg, David F. Wnendt
Produzent: Peter Rommel
Darsteller: Carla Juri, Christoph Letkowski, Marlen Kruse, Meret Becker, Axel Milberg, Edgar Selge u.a.
Genre: Komödie / Erotik
Filmproduktion: Deutschland, 2012
Kinostart:
Musik: Enis Rotthoff, die Band "Von Eden"
FSK: 16 - Laufzeit: 109 Min.
Trailer: FEUCHTGEBIETE
VN:F [1.9.22_1171]
Ihre Filmwertung:
Rating: 6.0/10 (114 votes cast)

Die Quasi-Komödie FEUCHTGEBIETE ist die Verfilmung von Charlotte Roches gleichnamigen und in jeder Hinsicht triefenden Groschenromans.

FEUCHTGEBIETE, Filmkritik

FEUCHTGEBIETE , ab 22. August 2013 im Kino, besteht vorrangig aus Klo- und Krankenhausszenen und setzt wie bereits der Roman fast ausnahmslos auf den Voyeurismus eines Sex-Skand(ä)lchens. Somit gelingt es dem 1977 geborenen Regisseur David Wnendt nicht bzw. analog zu seinem großartigen und vielfach ausgezeichneten Kino-Debüt DIE KRIEGERIN, der durchaus im Script “lauernden” emotionalen Seite der Familiengeschichte, den gebührenden Platz zu geben. Ich sage nur: Schade um die Arbeit der Protagonisten, allen voran ein witzig spielender Edgar Selge und die wohl in jeder Hinsicht tapfere und schamfrei agierende Carla Juri.

Im Januar 2014 folgt im Übrigen der “zweite Streich” – dann bringt die Constantin Film, unter der Regie von Sönke Wörtmann und mit Jürgen Vogel sowie Lavinia Wilson in den Hauptrollen, den Roman SCHOSSGEBETE auf die große Kinoleinwand…

FEUCHTGEBIETE, Musiktrailer

FEUCHTGEBIETE

Charlotte Roches FEUCHTGEBIETE verkaufte sich allein im deutschsprachigen Raum über 2.5 Millionen mal. Es beinhaltet das provokant-poppige Portrait einer jungen Frau, die vor dem Hintergrund der zerütteten Ehe der Eltern versucht, ihre Lebensgier und Sehnsucht nach Familien-Harmonie zu stillen. Wie gesagt, nun gibt es zudem die Romanverfilmung – allerdings ist aus meiner Sicht fraglich, ob die große Schar der Buchkäufer auch ins Kino gehen möchte (?) – oder ob nicht deren Vorstellungskraft (mich eingeschlossen) bereits gereicht hat, um die im Kopf entstandenen Bilder besser im nächsten Tümpel wieder zu versenken…

FEUCHTGEBIETE, im Kino

Ungeachtet dessen vertraute Charlotte Roche die Verfilmungsrechte der FEUCHTGEBIETE keinem Geringeren als dem vierfachen Filmpreis-Gewinner und Produzenten Peter Rommel (HALT AUF FREIER STRECKE) an. Und lange Zeit wurde gemutmaßt, wer wohl die Hauptdarstellerin in dem vorzugsweise auf geschmack- und tabulosen Themen aufbauenden Film sein könnte?! Entschieden wurde sich für die 1985 im Tessin geboren Carla Juri (u.a. 180°, DÄLLEBACH KARI). Sie ist eine zweifache Schweizer Filmpreisträgerin und Shooting-Star auf der Berlinale 2012.

FEUCHTGEBIETE, Besetzung

In der Rolle der Helen könnte Carla Juri jetzt zur “Neuentdeckung” für das deutsche Kino avancieren. Es wäre allerdings eine zweifelhafte Ehre – aus meiner Sicht! An ihrer Seite spielen Christoph Letkowski (300 WORTE DEUTSCH), die Theaterschauspielerin Marlen Kruse, Meret Becker (BOXHAGENER PLATZ) und Axel Milberg (ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND) als Helens Eltern, Peri Baumeister (RUSSENDISKO) sowie Edgar Selge (DAS EXPERIMENT).

FEUCHTGEBIETE, Bilder

FEUCHTGEBIETE, Filminhalt

Helen (Carla Juri) ist spektakulär: Sie experimentiert beim Masturbieren gern mit Gemüse. Körperhygiene ist ihrer Ansicht nach weit überschätzt. Und – sie hat einen roten Po, aus dem Hämorrhoiden und eine Wundblase heraushängen, und zwar so, dass jeder es sieht.

Seit einer missglückten Intimrasur liegt sie zudem im Krankenhausbett und wartet auf die erlösende Operation durch den Chefarzt Prof. Notz (Edgar Selge).

Um die Angst davor etwas zu überspielen, versucht sich Helen zwischen den Besuchen von Pfleger Robin (Christoph Letkowski) oder von Mama und Papa, die seit geraumer Zeit getrennte Wege gehen, durch eine Menge absolut laut gedachter Gedanken und Spleens rund um Sex und Körperlichkeit abzuleneken.

Eine starke Verbündete und die vermisste Geborgenheit der Familie findet sie bei ihrer Freundin und Blutsschwester Corinna (Marlen Kruse) – mit der sie gern diskutiert und dabei kein gesellschaftliches Tabu auslässt.

Oder um genau zu sein: Auch im Film FEUCHTGEBIETE es geht es um: Kackeschwitzen, Muschischleim sowie trüffeligen Spermageschmack & Co…

Charlotte Roche

Charlotte Roche, 1978 geboren, trat in der Vergangenheit als Moderatorin u.a. für VIVA, 3sat und das ZDF auf und wurde mit dem Grimme-Preis sowie dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2008 veröffentlichte sie ihren ersten Roman FEUCHTGEBIETE (erschienen beim Piper Verlag), der mit seiner radikalen Offenheit eine gesellschaftliche Debatte auslöste und zum erfolgreichsten Buch des Jahres avancierte. Ihr zweites Buch SCHOSSGEBETE eroberte ebenfalls gleich auf Anhieb die Bestsellerlisten…

Pressestimmen zum Buch

“Ein schreckliches Buch. Man muss es lesen.” (FAS)
“… ein verstörend schonungsloses Buch. (…) Das Buch der erst 33-jährigen ist überraschend lebensweise. Bittere Wahrheiten und saftige Stellen im Wechsel. Manchmal könnte man das Buch sogar für den Beginn einer neuen sexuellen Revolution halten.” (Stern)
“Mit ‘Schoßgebete’ hat Roche einen erstaunlich konservativen Sexroman geschrieben (…) ‘Feuchtgebiete’ hatte etwas Pubertäres, ‘Schoßgebete’ ist ein erwachsenes Buch, das der klassischen Tragödiendefinition gerecht wird, ‘Furcht und Mitleid’ zu erregen.” (Die Zeit)
“Charlotte Roche hat ein Buch geschrieben, das uns weit über die Lektüre hinaus bewegt und beschäftigt. Das lässt sich von manch einem literarischen Meisterwerk nicht sagen.” (FAZ)


Studio / Verleih / Bild-und Textnachweis: Majestic, Peter Hartwig, Piper Verlag, [Anika Stracke]

FEUCHTGEBIETE, 6.0 out of 10 based on 114 ratings

FEUCHTGEBIETE Trailer

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Ihre Meinung -

14 Antwort zu “FEUCHTGEBIETE”

  1. Lulu am 28.8.2013 um 07:34

    Ich war gestern drin und ich kann nicht sagen, dass der Film schlecht war! Sicher, es war echt eklig, irgendwie strange/crazy, zum Teil sogar echt traurig bzw. nachdenklich, aber der Film war auch total lustig!

    Zugegeben, man muss schon ein bisschen was vertragen und sich nicht vor Blut oder Sche** zu sehr ekeln und es einfach durch die lustige Brille sehen…dann ist alles halb so schlimm!
    Ich habe sehr viel gelacht, war dabei nicht die Einzige und bereue es nicht, den Film gesehen zu haben.

  2. becci am 26.8.2013 um 16:34

    Ich hab fast spucken müssen im kino. Bin einiges gewöhnt, aber das nein danke – muss man nicht gesehen haben!

  3. M9 am 25.8.2013 um 00:28

    Hallo zusammen,

    Kann nur jedem von diesem Film abraten. Einige Besucher haben diesen Film vorzeitig verlassen unter anderem ich. Nicht mal für Geld wurde ich ihn mir fertig anschauen!

  4. Carmen am 16.8.2013 um 13:10

    also das buch hat mir gut gefallen, ist zwar nicht für jeden was. freue mich schon auf den film, ist ja ab 16, aber ich glaube nicht dass das für alle 16 jährigen was ist. sollte jeder selbst entscheiden.

  5. Chrissty am 15.8.2013 um 17:39

    Ach Mensch … Wie sich hier alle wieder aufregen. Oh nein, ab 12 … die Welt geht unter! (Ironie!)

    Ich habe dieses Buch mit 13 vorgelesen bekommen und mich krumm gelacht, satt einen Schaden davonzutragen! Ich hab es mir dann auch kurz darauf selbst gekauft und gelesen und wieder habe ich gelacht! Nur gelacht! Nichts weiter! Ich bin bis heute kerngesund im Kopf!

    Ja, ich sollte nicht von mir auf andere schließen, aber das geht so schwer, wenn ich doch auch bei anderen in meinem Alter damals die Erfahrung gemacht habe, dass alle dieses Buch nur zum Lachen fanden, statt sich bis aufs Blut zu ekeln.

    Ihr habt– so leid es mir tut – keine Ahnung. Ich wollt die Jugend schützen, aber hat sich einer von euch mal gefragt, ob die Jugend denn so ehr geschützt werden möchte? In einigen Betreich mag das durchaus so sein, dass Jungendliche Schutz brauchen, auch wenn sie es nicht einsehen, aber hierbei ist es nicht so!

    Ich weiß sicher, dass wenn dieser Film rausgekommen wäre als ich 13 war, hätte ich mich schwarzgeärgert, ihn nicht im Kino sehen zu dürfen. Es hätte mir nicht geschadet, mit 13 habe ich Schlimmeres gesehen.

    Ich freu mich auf den Film! Ich will ihn umbedingt sehen! Unzensiert! Mit allen ekligen Details! Die habe ich im Buch gelesen, und wenn irgendwas Ekliges ausgelassen wurde, nicht gezeigt wird, weil es „zu eklig ist“, werde ich sehr enttäusch sein!

  6. Mini am 13.8.2013 um 17:07

    Ab 16 ist der Film finde ich bisschen zu heftig… Das Buch war ja schon echt krass zu lesen… Und das konnte sich jedes 12 jährige Mädchen kaufen – das musste schon nicht sein. Da stehen dinge drin, also nee..
    Und nun der Film ab 16…prima…! Da freut sich ja die Jungend von Heute…!
    Ab 18 gehört der Film. Aber daran wird nicht gedacht – warum auch…

  7. Jens Klawonn am 5.7.2013 um 10:29

    Entwarnung ;)! Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmindustrie hat zugeschlagen bzw. die FSK-Schere angesetzt. FEUCHTGEBIETE kommt nur als FSK 16-Fassung in die Kinos!
    beste Grüße
    Die Redaktion

  8. Romy am 19.6.2013 um 07:02

    FSK 12 !!???? Das soll doch ein Witz sein, oder?? Die haben doch eine echte Schraube locker!! Traurig, echt traurig.. Mehr hab ich dazu nicht zu sagen.

  9. matt am 18.6.2013 um 17:17

    Ich finde, nachdem ich den Trailer gesehen habe die altersfreigabe ab 12 skandalös!
    9 Songs hätte ich auch nicht ab 16 freigegeben. Da wird mal wieder ein Verbrechen an den Kindern begangen, die so etwas sehen. Wie argumentieren da wohl die FSK Idioten? Kunst? Literatur? Wohl kaum, oder?

  10. Luise am 16.6.2013 um 17:30

    Was? Na klar habt ihr das Wörtchen “Filmkritik” ganz groß auf eurer Seite stehen. Da stimme ich David in jedem Fall zu: Eine Filmkritik ohne Film…mmh.

    Liebe Grüße
    die Luise

  11. Jens Klawonn am 18.3.2013 um 08:04

    Hallo David, das ist doch gar nicht schwer zu verstehen und erst recht nicht “unseriös”!

    Allerdings sollte man(n) sich dann doch mal die Mühe machen, den in diesem Fall FILM/KINOVORSCHAU-Text (einschließlich meiner Anmerkung auf deine erste Fragestellung) vollständig durch zu lesen, als ausschließlich “Sterne” zu zählen und polemisch die Schlagwörter wie Pressemitteilung, Ton- und Bildmaterial zu bemühen…

    Ich für meinen Teil, kann bisher das Wort “Filmkritik” im Zusammenhang mit dem Film FEUCHTGEBIETE nicht entdecken. Dafür sehr wohl eine objektive Meinung zu den beteiligten Filmemachern und Protagonisten sowie im weitesten Sinne eine Kritik an der Roman-Verfilmung bzw. an den logischer Weise auf die Leinwand gebrachten Thematik…

    Mag ja sein, dass der Roman “Feuchtgebiete” bei einer breiten Leserschar -und anscheinend auch bei Dir- zu DEM BUCH des Jahres (siehe Bestsellerliste) avancierte – für mich gesehen konnten und können aus “Feuchtgebieten” jedenfalls keine -und auch nicht mittels des Medium Film- klare Bäche werden, sondern nur ein kurzer nicht nachhaltiger und ausschließlich auf schnellen Erfolg getrimmter “Kino-Strom”.

    And last but not least: Deshalb gibt es nicht umsonst die beiden unterschiedlichen Button “Redaktionswertung” und “Ihre Filmwertung”…
    beste Grüße
    Die Redaktion

  12. David am 18.3.2013 um 00:23

    Das ist für eine Filmkritik unseriös. Du beurteilst einen Film, ohne ihn gesehen zu haben. Welches Presse Bild und Tonmaterial soll das denn gewesen sein? Die drei Fotos?

  13. Jens Klawonn am 4.3.2013 um 15:50

    Hallo David, eine berechtigte Frage ;)!

    Das ist die Meinung der Redaktion – gebildet an Hand von vorab Presseinformationen, vorab Presse-Bild- und Tonmaterial und ganz wichtig, natürlich basierend auf der ganz persönlichen, unabhängigen(!) Sichtweise auf die darin abgehandelten Themen, über die Filmemachern oder den mitwirkenden Protagonisten. Es ist gut möglich, dass sich nach mehr Informationen und bis zum endgültigen Kinostart bzw. der vorab Pressvorführung, der eine oder andere “Stern” noch nach Oben oder Untern bewegt, aber das ist eher die Außnahme und wäre einer Überraschung ;)) geschuldet…

  14. David am 4.3.2013 um 15:29

    Wieso hast du denn schon den Film mit zwei Sternen bewertet, wenn er noch gar nicht läuft? Du hast ihn doch gar nicht gesehen!
    LG
    david

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