DER GESCHMACK VON APFELKERNEN

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Das Drama DER GESCHMACK VON APFELKERNEN, nach dem gleichnamigen Bestseller der Autorin Katharina Hagena, berichtet von den Frauen einer Familie, das Schicksal von drei Generationen, über die Liebe, den Tod und das Vergessen.

DER GESCHMACK VON APFELKERNEN

Untrennbar verbunden durch das Haus, das ihre Geheimnisse über Jahrzehnte bewahrt hat, wird in dem bewegenden Film ihre Geschichte anhand von Rückblicken und Erinnerungen, die sich am Ende wie ein Puzzle zusammensetzen, erzählt.

DER GESCHMACK VON APFELKERNEN, das Buch

Katharina Hagenas bittersüße Familienchronik DER GESCHMACK VON APFELKERNEN hat sich allein in Deutschland bisher 1,1 Millionen Mal verkauft und stand nach ihrer Veröffentlichung 2008 wochenlang auf den Bestsellerlisten. Ihr neuer Roman „Vom Schlafen und Verschwinden“ erschien 2012 bei Kiepenheuer & Witsch.

Die Autorin Katharina Hagenas

In Marburg, Freiburg und in London studierte Katharina Hagena Germanistik und Anglistik. Sie forschte an der James-Joyce-Stiftung in Zürich und lehrte am Trinity College in Dublin sowie den Universitäten Hamburg und Lüneburg. Sie promovierte über James Joyce und schrieb das Sachbuch „Was die wilden Wellen sagen – Der Seeweg durch den Ulysses“ (2006). Zusammen mit der Illustratorin Stefanie Clemen veröffentlichte sie die Kinderbücher „Grausi schaut unter den Stein“ (2008) und „Albert Albatros albert“ (2010).

DER GESCHMACK VON APFELKERNEN, im Kino

Das Drehbuch schrieben Rochus Hahn (DAS WUNDER VON BERN) und Uschi Reich. Regie führte Vivian Naefe, die bereits die Bestseller-Adaptionen DIE WILDEN HÜHNER 1–3 inszeniert hat.

Gedreht wurde der Film DER GESCHMACK VON APFELKERNEN im Gut Stendorf in Schleswig-Holstein. Stendorf liegt im Naturpark „Holsteinische Schweiz“ im hügeligen Osten Schleswig-Holsteins. Die Gemeinde Kasseedorf am Bungsberg, ein 50-Seelen-Dorf, beansprucht mit 168 Metern die höchste Erhebung im „platten“ Land.

Das Gut Stendorf stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist heute ein Landwirtschaftsbetrieb. Das nahezu vollständig erhaltene Gutshaus und das kleine Dorf mit seiner alten Meierei wurden 1985 unter Denkmalschutz gestellt. Der fiktive norddeutsche Ort Bootshaven wird aus mehreren Nachbardörfern zusammengesetzt.

Ein kleinerer Teil des Films spielt auch rund um das Dorf Rieseby (Kreis Rendsburg-Eckernförde) an der Schlei, nördlich von Stendorf gelegen.

DER GESCHMACK VON APFELKERNEN, Besetzung

Die Hauptrolle der Iris, die das Familienhaus von ihrer Großmutter Bertha erbt, und die in die Vergangenheit reisen muss, bevor ihre Zukunft beginnen kann, hat Hannah Herzsprung (DER VORLESER, LILA LILA) übernommen.

Die drei ungleichen Töchter von Bertha verkörpern Marie Bäumer (DIE FÄLSCHHER, MITTE ENDE AUGUST), Meret Becker (BOXHAGENER PLATZ, KOKOWÄÄH) und die renommierte Bühnenschauspielerin Oda Thormeyer (HOMEVIDEO) als Mutter von Iris.

Die Männer, die ihre Lebenswege begleiten, werden von den Nachwuchsstars Florian Stetter (DIE WELLE, SOPHIE SCHOLL – DIE LETZTEN TAGE) als Max Ohmstedt und Friedrich Mücke (RUSSENDISKO) als Peter Klaasen, sowie von den Charakterdarstellern Matthias Habich (WAFFENSTILLSTAND) als Carsten Lexow und Hans Kremer (STAMMHEIM) als Hinnerk, Ehemann von Bertha, dargestellt.

Für die Bildgestaltung in DER GESCHMACK VON APFELKERNEN sorgte der vielfach preisgekrönte Kameramann Martin Langer (DER GANZ GROSSE TRAUM). Für das Szenenbild zeichnete Thomas Freudenthal (EFFI BRIEST) verantwortlich, Gabriela Reumer (KOKOWÄÄH) für die Kostüme.

Pressemitteilung

Die Produzentin Uschi Reich über den Film DER GESCHMACK VON APFELKERNEN: „Wir erzählen als Hauptgeschichte die Liebesgeschichte von Iris und Max und springen von da in die verschiedenen Ebenen der Vergangenheit zurück.

Dabei ist Katharina Hagenas Roman nicht leicht zu verfilmen, aber genau das hat mich gereizt. Die größte Aufgabe war für die Autoren, die verschiedenen Zeitebenen zu kombinieren. Es gibt ja nicht so viele Beispiele in der Filmgeschichte dafür.

THE HOURS z. B. wo die drei Erzählstränge parallel laufen und erst am Ende zusammengeführt werden. Oder THE SOCIAL NETWORK, das ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit springt.

Mir macht es Spaß im Drehbuch konventionelle Erzählformen aufzubrechen und ich habe damit auch schon in meinen Kinderfilmen experimentiert.“

DER GESCHMACK VON APFELKERNEN, Bilder

DER GESCHMACK VON APFELKERNEN, Filminhalt

Als ihre Großmutter Bertha stirbt, erbt die 28-jährige Iris (Hannah Herzsprung) das Haus der Familie in Bootshaven. Doch Iris ist sich nicht sicher, ob sie das Erbe annehmen soll: Zu viele schmerzliche Erinnerungen wohnen in dem alten, dunklen Kasten.

So möchte sie zunächst nur eine Woche hier bleiben und streift von Zimmer zu Zimmer, auf der Suche nach den eigenen Erinnerungen und dem Vergessen.

Sie durchwandert den verwunschenen, inzwischen verwilderten Garten, in dem rote Johannisbeeren über Nacht weiß geworden sind und in dem ein Apfelbaum in einem Jahr zweimal geblüht hat. Sie schwimmt in einem dunklen See und küsst, ganz unerwartet, Max (Florian Stetter), den Bruder ihrer Jugendfreundin Mira. Eines Abends kommt auch der alte Herr Lexow (Matthias Habich) zu Besuch, der Bertha näher stand, als Iris je ahnte.

Werden nur Menschen vergesslich, die etwas zu vergessen haben? Bertha (Hildegard Schmahl) jedenfalls erkannte am Ende nicht einmal mehr ihre drei Töchter wieder: Die bildschöne Inga (Marie Bäumer), die als Fotografin arbeitet und niemals geheiratet hat; Iris’ Mutter Christa (Oda Thormeyer), die als einzige die Welt im Norden für die im Süden eingetauscht hat, und Harriet (Meret Becker), die den frühen Tod ihrer Tochter Rosmarie nie verwunden hat.

Und je enger Iris’ Beziehung zu Max wird, umso mehr traut sie sich an ihre eigenen, verdrängten Erinnerungen heran. Schließlich gelangt sie zu jener traumatischen Nacht, in der ihre Cousine Rosmarie den Unfall hatte: Was wollte Rosmarie auf dem Dach des Wintergartens? Und was wollte sie Iris vorher noch sagen?

Iris lernt, dass das Erinnern auch nur eine Form des Vergessens ist, das ihr jedoch einen neuen Anfang möglich macht…


Studio / Verleih / Bild- und Textnachweis: Concorde Filmverleih, Kiepenheuer & Witsch

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