SEIN LETZTES RENNEN

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In der Tragik-Komödie SEIN LETZTES RENNEN ist der 1935 in Dessau geborene Rechtsanwalt, Kabarettist, Schauspieler, Sänger, Synchronsprecher, Moderator und Theaterleiter Dieter Hallervorden (ZETTL) seit längerer Zeit wieder vor der Kamera zu sehen.

SEIN LETZTES RENNEN

Hallervorden, auch kurz „Didi“ genannt, verkörpert die fiktive Figur des Paul Averhoff, dessen großes Ziel es ist, trotz fortgeschrittenen Alters erneut einen Marathon zu gewinnen.

Dieter Hallervorden über den Film: „Er zeigt die in deutschen Altersheimen gängige Praxis, wo Menschen meist nur ruhig gestellt oder gar drangsaliert werden. SEIN LETZTES RENNEN ist eine große Herausforderung für mich, die ich mir zu Didi-Zeiten nicht zugetraut hätte.“

SEIN LETZTES RENNEN, Kinostart

Der Film über einen Mann der es noch einmal wissen will und sich nicht unterkriegen lässt, startet am 10. Oktober 2013 in den Kinos. Die Grundidee zu SEIN LETZTES RENNEN hat Produzent Boris Schönfelder (TOM SAWYER) von Anfang an begeistert. Dem konnte sich Kilian Riedhof uneingeschränkt anschließen und führte gern die Regie. Zuletzt brachte der Filmemacher das Drama HOMEVIDEO in die Kinos, was zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen gewann. Darunter den Deutschen Fernsehpreis als Bester Fernsehfilm, den Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion und die Goldene Rose auf dem Rose d’Or Festival Montreux.

In SEIN LETZTES RENNEN erzählt er nun eine Geschichte über große Ziele und kleine Schritte, das Älterwerden, das Weitermachen und darüber, dass man dem Leben auch in aussichtslosen Situationen noch eine gehörige Portion Humor abtrotzen kann.

SEIN LETZTES RENNEN, Besetzung

An Dieter Hallervordens Seite spielen u.a. Tatja Seibt (u.a. VOM ENDE DER EISZEIT) als seine Ehefrau Margot, Heike Makatsch (ANATOMIE 2, HILDE) als deren gemeinsame Tochter Birgit, Katharina Lorenz (DAS ROTE ZIMMER), Frederick Lau (DIE GRÄFIN, DIE WELLE), Katrin Sass (GOOD BYE, LENIN! ) als Heim-Mitarbeiter, sowie Otto Mellies (HALT AUF FREIER STRECKE) und Heinz W. Krückeberg (DAS GEHEIME ZIMMER) als Pauls Heim-Mitbewohner. Special-Gast ist der Sportmoderator Reinhold Beckmann.

SEIN LETZTES RENNEN, Bilder

SEIN LETZTES RENNEN, Filminhalt

Paul war einst ein großer Marathonläufer, eine Legende, Gewinner der Goldmedaille in Sydney 1958. Zu seiner Zeit. Jetzt, mit weit über 70, zieht er nach wiederholten Stürzen seiner Frau Margot nach vielen glücklichen Jahren aus dem vertrauten Zuhause aus – auch weil Tochter Birgit sich nicht kümmern kann – sie jettet als Flugbegleiterin durch die ganze Welt und ist nur selten greifbar.

Im Altersheim, wo Paul sich plötzlich zwischen Singkreis und Bastelstunde entscheiden muss, drängt sich die entscheidende Frage auf: Das soll es gewesen sein? Nicht mit Paul. Um nicht in tiefe Depression zu verfallen, zieht er seine alten Rennschuhe an und beginnt im Heimpark zu laufen. Tag für Tag. Runde für Runde.

Anfangs schleppend und jämmerlich, dann aber immer schneller. Seine Heim-Mitbewohner halten ihn für verrückt, zumal er behauptet, für den Berlin Marathon zu trainieren und ihn auch gewinnen zu wollen. Als sich Margot dazu überreden lässt, ihn wie früher mit strenger Hand zu trainieren, und Paul in einem Rennen gegen den jungen Pfleger Tobias (Frederick Lau) gewinnt, schlägt die Zurückhaltung der Bewohner jedoch in Begeisterung um.

Die „trüben Tassen“ werden wieder lebhaft, sie erinnern sich an ihren Helden aus vergangenen Tagen, feiern mit ihm und feuern ihn an. Und im Altersheim geraten die Abläufe durcheinander. Dann aber stirbt Margot, woraufhin Paul in tiefe Trauer verfällt.

Kann er das Versprechen noch einlösen, das seine Frau ihm kurz vor ihrem Tod abgerungen hat? Dass er sein Rennen auch ohne sie zu Ende bringen wird, immer weiter läuft, unaufhaltsam, heraus aus den traurigen Gedanken, in Richtung Marathon. Für sich selbst, aber auch für all jene, denen er es beweisen möchte – seiner Tochter Birgit, seinen Mitbewohnern, einer ganzen Stadt…

INTERVIEW MIT KILIAN RIEDHOF

Wie ist die Idee zum Film SEIN LETZTES RENNEN entstanden?: „Vor vielen Jahren bin ich auf eine Zeitungsnotiz gestoßen. Darin ging es um einen alten Mann, der in Depressionen zu versacken drohte. Doch dann hat ihm seine Frau buchstäblich Beine gemacht: Entweder du läufst oder ich verlasse dich! Der Mann ist dann tatsächlich Marathon gelaufen.

Im Verlauf der Drehbuchentwicklung haben wir die Geschichte zwar noch stark verändert und ausgestaltet, aber die Grundfrage, um die es mir von Anfang an ging, ist geblieben: Wie gehe ich damit um, dass Dinge vergehen und ich am Ende anlange? Lasse ich mich hängen und kapituliere – oder kämpfe ich für mich und meine Würde? Für mich ist das ein großes, emotionales Thema. Nicht erst, wenn man alt ist, sondern schon vorher, in vielen Lebenslagen…“


Studio / Verleih / Bild- und Textnachweis: Universum Film

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